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Polizei meldet erschreckendes Ergebnis bei Motorradkontrollen im Harz



Goslar

Polizei meldet erschreckendes Ergebnis bei Motorradkontrollen im Harz

Von den 240 Geschwindigkeitsüberschreitungen lagen 115 Verstöße im Bußgeldbereich.

Auch vor, während und nach den Spielen wird kontrolliert. Foto: Anke Donner
Auch vor, während und nach den Spielen wird kontrolliert. Foto: Anke Donner Foto: Anke Donner

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Harz. Am Sonntag fanden im westlichen Harzgebiet großangelegte Verkehrskontrollen im Rahmen der Verkehrssicherheitsinitiative "Sicher durch den Harz statt". In Zusammenarbeit mit dem Landkreis Goslar und dem TÜV-Nord wurden durch die bei der Polizeiinspektion Goslar bestehende "Task Force Krad" an verschiedenen Mess- und Kontrollstellen, Geschwindigkeits- und allgemeine Verkehrskontrollen durchgeführt. Mit "erschreckendem Ergebnis" berichtet die Polizei



Hauptaugenmerk galt hierbei dem Fahrverhalten der Motorradfahrer und dem technischen Zustand ihrer Maschinen. Beste äußere Bedingungen sorgten zudem allgemein für einen regen Ausflugsverkehr im Harz. Durch die Polizei Goslar war im Vorfeld in der Presse und in den sozialen Medien über mögliche Fahrbahnverschmutzungen durch Holztransporte gewarnt worden.

Eine Vielzahl "Unbelehrbarer", die sich trotz der Sicherheitshinweise auch über die gesetzlichen Bestimmungen hinwegsetzten, müssen sich nun für ihr Fehlverhalten verantworten. Von den 240 Geschwindigkeitsüberschreitungen lagen 115 Verstöße im Bußgeldbereich. 175 Übertretungen wurden von Motorradfahrer begangen. 19 Zweiradfahrern müssen sogar direkt mit einem Fahrverbot rechnen. Zudem wurden durch die Kontrollkräfte 36 Überholverbotsverstöße sowie 28 Bauartveränderungen registriert, von denen zwei Fälle zu einer Untersagung der Weiterfahrt führten.


Die Polizei nennt einige Beispiele, die den Beamten besonders aufgefallen sind. So war beispielsweise eine Harley-Davidson durch diverse Umbau- und Anbaumaßnahmen derart stark verändert gewesen, dass die Bremsen schlimmstenfalls komplett versagt hätten und daher die Verkehrssicherheit nicht mehr gegeben war. Die Weiterfahrt wurde vor Ort untersagt und der Fahrzeugführer musste das Motorrad durch ein Abschleppunternehmen nach Hause verbringen lassen.

Fahrer wollte abhauen


Gegen 12:15 Uhr stellten die Messbeamten einer Laserkontrolle auf der B498 ein verbotenes Kraftfahrzeugrennen zwischen zwei Motorradfahrern, 23 und 24 Jahre alt, aus Berlin fest. Als beide an der Kontrollstelle auf der B498 angehalten werden sollten, wendete einer der beiden sein Motorrad und versuchte sich der Kontrolle durch Flucht zu entziehen. Der Mann konnte noch auf der B498 durch Unterstützungskräfte angehalten und kontrolliert wurden. Gegen beide Motorradfahrer wurde Strafverfahren wegen eines verbotenen Kraftfahrzeugrennens eingeleitet und ihre Führerscheine vor Ort beschlagnahmt.


Außerdem wurde festgestellt, dass der 23-Jährige nicht über die erforderliche Fahrerlaubnisklasse verfügte, so dass gegen ihn ein weiteres Strafverfahren wegen Fahren ohne erforderliche Fahrerlaubnis eingeleitet wurde.

Auf der B498 wurde ein Kradfahrer in der 60 km/h-Zone mit 153 km/h gemessen, im Bereich des sogenannten "Bruchberg" wurde in der dortigen 100 km/h-Zone ein Motorradfahrer mit 169 km/h geblitzt und auf der B241, Höhe "Alte Straßenmeisterei", erreichte ein Motorradfahrer in der 70 km/h-Zone eine vorwerfbare Geschwindigkeit von 161 km/h.

Die Kontrollergebnisse belegen, dass derartige Kontrollmaßnahmen auch weiterhin erforderlich sind, um die Verkehrssicherheit im Harz zu erhöhen, so die Polizei.


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