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Pop-up-Radweg: Ende April gehört Braunschweigs Innenstadt dem Radverkehr



Pop-up-Radweg: Bündnis schließt sich zu Fahrraddemonstration zusammen

Als "Pop-up-Radweg" soll eine für die Fahrräder vom Autoverkehr abgetrennte Fahrspur zwischen Wendenstraße, Hagenmarkt und Bohlweg entstehen.

Dieses Experiment des ADFC einer "Protected Bike Lane" im Jahr 2017 am Bohlweg lief recht erfolgreich - durchsetzen konnte sich die Idee jedoch bislang nicht. (Archivbild)
Dieses Experiment des ADFC einer "Protected Bike Lane" im Jahr 2017 am Bohlweg lief recht erfolgreich - durchsetzen konnte sich die Idee jedoch bislang nicht. (Archivbild) Foto: Alexander Dontscheff

Braunschweig. Am 30. April 2021 planen der ADFC, Fridays for Future Braunschweig und die Gewerkschaft ver.di eine Fahrraddemonstration unter dem Motto "Der grüne Weg". Hierbei handelt es sich um einen sogenannten Pop-up-Radweg, eine für Fahrräder vom Autoverkehr abgetrennte Fahrspur zwischen Wendenstraße, Hagenmarkt und Bohlweg. Das kündigt der ADFC-Kreisverband Braunschweig in einer Pressemitteilung an.



Der Pop-up-Radweg ist ein kurzfristig eingerichteter Radweg, der den Teilnehmenden der Demonstration einen Eindruck vermitteln soll,
wie unbeschwertes Radfahren in der Innenstadt sein kann. In der Vergangenheit hatte die Politik bereits Zusagen gemacht, sich
für die Senkung des CO₂-Ausstoßes im Verkehrsbereich einzusetzen. Das Aktionsbündnis fordert, diesem Versprechen Taten folgen zu lassen. Denn die Verkehrswende sei nur mit verstärkter Förderung des Fahrradverkehrs zu schaffen.


Angst vorm "Übersehen werden"


Viel zu oft seien Braunschweiger Radwege zu eng oder Kreuzungen so ausgeführt, dass sie den Radfahrenden keinen Schutz böten. Kreuzungen seien in der Vergangenheit so umgebaut worden, dass Radfahrende auf die Fahrbahn in den Autoverkehr geleitet werden. Sie müssen auf schmalen Schutzstreifen fahren und würden oftmals mit zu geringem Abstand überholt. An zahlreichen Stellen werde der Braunschweiger Radverkehr nur durch Markierungen auf der Fahrbahn „geschützt“. Die Angst, von Autos oder LKWs übersehen zu werden, sei bei vielen Radfahrenden groß. Daher fordert das Aktionsbündnis sichere Radwege und Schutzinseln an Kreuzungen. Nur dann ist Fahrradfahren sicher genug für alle, denn auch Kinder ab 8 Jahren sollen in Braunschweig sicher mit dem Rad fahren können.


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