Probleme bei VW: Trinity-Werk vor dem Aus?

Das geplante Trinity-Werk von Volkswagen könnte womöglich doch nicht oder erst viel später gebaut werden.

von Alexander Panknin


Symbolfoto.
Symbolfoto. Foto: Pixabay

Wolfsburg. Eigentlich sollte es 2023 mit dem Bau des neuen Volkswagen Trinity-Werks in Warmenau losgehen. Doch nun scheint es Unruhe beim Autohersteller zu geben. Verzögerungen könnten die Umsetzung nun auf Eis legen, es sei sogar fraglich, ob der neue Standort überhaupt noch gebaut werden soll.


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Das Trinity-Werk sollte das neue Leuchtturmprojekt für VW werden und ab der ursprünglich geplanten Inbetriebnahme 2026 auch als Modellbeispiel für die Transformation des Stammwerks dienen. Der Bau sollte 2023 starten, dafür wollte der Autohersteller ganze zwei Milliarden Euro in die Hand nehmen. Nun zeichnen sich wohl aber Engpässe bei einem wichtigen Bestandteil des neuen Werks ab, denn die in Eigenproduktion entwickelte Fahrzeug-Software wird vermutlich nicht rechtzeitig fertig. Doch ohne diese könnte das Werk wohl gar nicht mit der Produktion der neuen Trinity E-Auto-Modelle beginnen.

VW-Chefs sind sich unsicher


Medienberichten zufolge hätten sich Konzernchef Oliver Blume und VW-Chef Thomas Schäfer nun in einer internen Mitteilung an die Belegschaft kritisch gegenüber des Baus geäußert. So ist man wohl aufgrund der fehlenden Software unsicher, ob sich das Werk bereits lohne. Es hieß, dass man alle Projekte einer genauen Prüfung unterziehen würde. Eine Entscheidung über das Werk sei zwar noch nicht gefallen, allerdings würde man das Vorhaben nun im Vorstand besprechen.

Die Stadt hält sich zurück


Seitens der Stadt Wolfsburg will man die Entscheidungen nicht kommentieren. Allerdings stellte sich Oberbürgermeister Dennis Weilmann (CDU) hinter VW und schenkt dem Autohersteller sein vollstes Vertrauen. Die Stadt stünde im Rahmen der Planungen in engem Kontakt mit Volkswagen. Beide Parteien hätten ein gemeinsames Interesse daran, den Standort positiv und zukunftsfähig weiterzuentwickeln. Dies zeige sich bereits bei vielen anderen Projekten. Als Beispiele nannte der Oberbürgermeister den Campus Sandkamp.

Weilmann: "Wir sind überzeugt und haben vollstes Vertrauen in die Führung von Volkswagen, dass bei allen und immer möglichen Planungen zusammen mit dem Betriebsrat die bestmöglichen Entscheidungen für den Standort Wolfsburg getroffen werden."


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