Protest: Immendorfer und Drütter übergeben Unterschriftenliste

von Alexander Panknin


Deligation-Sprecherinnen Annette Berndt und Roswitha Kirchberg übergeben der ersten Stadträtin Christa Frenzel und Baudezernent Michael Tacke die gesammelten Unterschriften. Fotos: Alexander Panknin
Deligation-Sprecherinnen Annette Berndt und Roswitha Kirchberg übergeben der ersten Stadträtin Christa Frenzel und Baudezernent Michael Tacke die gesammelten Unterschriften. Fotos: Alexander Panknin

Lebenstedt. Am 17. November sammelten die Immendorfer und Drütter Bürger Unterschriften gegen die geplanten Baumaßnahmen zum Ausbau der Industriestraße Mitte. Diese sehen eine Abbindung von Immendorf vor und würden Einschränkungen in der Buslinie 630 bedeuten. Am heutigen Donnerstag übergab eine Deligation von elf Bürgern der Verwaltung ihre Forderungen.


Die Delegation, die am Donnerstagmittag im Rathaus Lebenstedt eintraf, wurde herzlich von der ersten Stadträtin Christa Frenzel (als Vertretung von Oberbürgermeister Frank Klingebiel) und Baudezernent Michael Tacke in einem Sitzungszimmer begrüßt.

Dort trugen die Bürger ihre Forderungen vor:
"Guten Tag Frau Frenzel,
Wir sind als kleine Abordnung für die Immendorfer und Drütter Bürger hier erschienen. In unseren Dörfern herrscht Unmut und Unverständnis. Nach ihrer Informationsveranstaltung haben wir eigentlich gedacht, die Verwaltung und Politik nehmen unsere Sorgen ernst. Es geht ihnen doch um unsere Lebensqualität, sie haben begriffen, dass es hier um über 800 Bürger, Bürger der Stadt Salzgitter geht. Leider doch nicht, stur wird der Plan durchgezogen!

Es gibt Alternativen wie den MAN-Knoten zu einem Vollknoten auszubauen und damit die gleichzeitige Schließung der jetzigen Ausfahrt Sudetenstraße. Oder die Verlängerung der Immendorferstraße in die Sudetenstraße, ohne einen Durchlass des Schwerlastverkehrs durch Immendorf. Es ist sehr wohl möglich, eine für Drütte und Immendorf verträgliche und akzeptable Lösung zu finden.

Jetzt soll auch noch die Buslinie 630 nicht mehr durchs Dorf fahren. Was sollen wir denn noch alles aufgeben? Es reicht.

467 Unterschriften für den Erhalt der Haltestellen „Ort" und Spielplatz, der Bus-Linie 630 sowie 232 für den Erhalt der Anbindung K38 wurden in sehr kurzer Zeit gesammelt und sprechen, wie wir meinen, eine deutliche Sprache. Bitte geben Sie, Frau Frenzel, den Gremien und Fraktionen, die nächste Woche tagen, dieses Ergebnis und unseren Unmut weiter. Falls wir kein Gehör finden, werden wir weiter kämpfen. Immendorf und Drütte werden nicht aufgeben."

Zu vielen Punkten konnte sich die Verwaltung bereits äußern und teilte ebenfalls mit, dass man die Forderungen an den Rat weitergeben werde. Letztlich handele die Verwaltung nur im Auftrage der Politik, so müsste die Entscheidung dort gefällt werden. Ein entsprechender Tagesordnungspunkt für die Ratssitzung in der kommenden Woche seibereits festgelegt worden.

Buslinie 630


Weiterhin zeigten Frenzel und Tacke großes Verständnis für die Belange der Bürgerabordnung. Tackes Zugeständnis bezüglich der Buslinie 630 machte die Bürger allerdings noch nicht glücklich. In ersten Gesprächen mit der Verkehrsgesellschaft KVG habe man bereits in Erwägung gezogen, die Buslinie 630 nicht nur zu erhalten, sondern die Orte Immendorf und Drütte viermal am Tag anzufahren, sollte es zu einem Planfeststellungsverfahren und so zur Umsetzung der Baumaßnahmen kommen. Es sei demnach ein Zugewinn, da nun auch Drütte angefahren werden würde, was bisher nicht der Fall gewesen sei. Der stündliche Rhythmus an einer nahe gelegenen Bushaltestelle würde ebenfalls aufrecht erhalten.

Die Bürger waren damit noch nicht zufrieden, dies bedeute einen klaren Einschnitt in die bisherige Lebensqualität, da die vier Fahrten in den Ortskern zur aktuellen stündlichen Regelung ein Rückschritt bedeuten würden.

Das Gespräch blieb sachlich, nur gegen eine vermeintliche intransparente Handlungsweise der Verwaltung wehrte er sich entschieden. Das Thema sei seit Jahren Bestandteil politischer Diskussionen und mit der letzten Informationsveranstaltung hätte man alle Pläne der Stadt sehr deutlich gemacht und auch Diskussionen ermöglicht.

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Nach den Gesprächen schienen alle Beteiligten zumindest erleichtert über das produktive Gespräch. Foto:


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