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Provisorischer Kreisverkehr am Breiten Tor



Goslar

Provisorischer Kreisverkehr am Breiten Tor

von Alec Pein


Ein Mini-Kreisverkehr am Breiten Tor soll die defekte Ampelanlagen ersetzen. Foto: Alec Pein
Ein Mini-Kreisverkehr am Breiten Tor soll die defekte Ampelanlagen ersetzen. Foto: Alec Pein Foto: Alec Pein

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Goslar. Ein provisorischer Mini-Kreisverkehr soll die regelmäßig defekte Ampelanlage des Knotenpunktes vor dem Breiten Tor ersetzen. Laut Verwaltung könne die Lichtsignalanlage (LSA) aus den 70er-Jahren nicht mehr repariert werden. Statt 10.000 Euro in eine neue zu investieren, plane man den Kreisverkehr mittels Plastikprovisorium auch um durch die geänderte Verkehrsführung "ergänzende Erkenntnisse für einen späteren Umbau im Rahmen der Sanierung 'Östliche Altstadt'" zu gewinnen.

Da Ersatzteile für die alte Ampelanlage nicht mehr hergestellt werden, müsste eine neue beschafft werden, heißt es in der Verwaltungsvorlage, die am Donnerstag im Bauausschuss vorgestellt wurde. Statt einer Neubeschaffung plant die Verwaltung "provisorisch einen Mini-Kreisverkehrsplatz einzurichten". Dafür soll eine Kreismittelinsel aus Kunststoff für 5.000 Euro beschafft werden. Diese soll von großen Fahrzeugen überfahren werden können, kleinere Fahrzeuge sollen sie umfahren - so wie von anderen Kreisverkehranlagen gewohnt. Weitere 5.000 Euro müssen für weitere provisorische Inselköpfe ausgegeben werden. Zwei davon sollen die derzeitige Überschreitungshilfe in der Mauerstraße ersetzen, die im Zuge der Umsetzung weichen muss. Erwartet wird nach Fertigstellung eine Reduzierung der Wartezeit an diesem Knotenpunkt auf wenige Sekunden.


Nur wenige Sekunden Wartezeit



Der Verkehrsablauf ändert sich dadurch auch auf der Kreuzung B82/Okerstraße/Köppelsbleek: Aus der Geradeaus- und Rechsabbiegerspur vor dem ehemaligen Autohaus wird eine reine Rechtsabbiegerspur in den Köppelsbleek, um eine Verflechtung im Reißverschlussverfahren vor dem Breiten Tor zu vermeiden. Die dann überschüssige Fahrspur vor dem Spielplatz an der Okerstraße soll eine reine Busspur werden. Auch ohne Kreisel-Provisorium und funktionierende Ampelanlage wird gibt es vor dem Breiten Tor derzeit kaum Probleme im Verkehr. Nennenswert sei allein die Wartezeit für die Fahrbeziehung aus Richtung Mauerstraße in die Okerstraße. Verbesserungen für Fußgänger und Radfahrer gebe es bei der Kreisel-Lösung kaum. Wesentliche Verbesserungen könnten erst bei einem Vollausbau erreicht werden.

Vorerst kein doppeltes Kreiseln



Ein SPD-Antrag mit dem Thema Kreisverkehr stand ebenfalls am Donnerstag auf der Tagesordnung, fand allerdings keine Mehrheit. Die Idee: Im Kreuzungsbereich B82, Okerstraße und Köppelsbleek einen Kreisverkehr einzurichten - zur Not mit Ankauf weiterer Flächen. Ein Problem sah Mathias Brand vom Fachdienst Tiefbau in der zweispurigen Verkehrsführung. Außerdem wies er auf die Nähe zu Altersheim hin: Mit einem Rollator gleich zwei stark befahrene Straßen überqueren, sei problematisch.


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