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Quartier St. Leonhard: Denkmalgeschützten Mauer wird saniert



Braunschweig

Quartier St. Leonhard: Denkmalgeschützten Mauer wird saniert


Die Beschädigungen an der denkmalgeschützten Mauer zwischen den ehemaligen Stallscheinen. Foto: privat
Die Beschädigungen an der denkmalgeschützten Mauer zwischen den ehemaligen Stallscheinen. Foto: privat

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Braunschweig. Durch einen Unfall im Rahmen der Baumfäll- und Rodungsarbeiten für das Neubauprojekt „Quartier St. Leonhard“ ist ein Teil der denkmalgeschützten Mauer zwischen den beiden ehemaligen Stallscheunen entlang der Leonhardstraße beschädigt worden. Nun soll dort saniert.



Ein Fahrzeug der beauftragten Gartenbaufirma war mit einem Fahrzeug gegen den Eckpfeiler gefahren und hatte Mauer und Tor eingedrückt. Die entsprechende Stelle ist zum Fußweg hin unverzüglich abgesichert worden. Es handelt sich um einen Versicherungsschaden.

„Die Mauer ist mittlerweile teilweise eingefallen und das Tor hing nicht mehr in der Aufnahme. Deswegen ist zunächst ein Rückbau erforderlich, der so weit aus Sicherheitsgründen nötig, auch bereits erfolgt ist. Im Rahmen des Baufortschritts wird die Mauer so schnell wie möglich denkmalgerecht und unter Beteiligung der entsprechenden behördlichen Stellen saniert. Auch das Tor wird aufgearbeitet“, versichert Bernd Assert von der Richard Borek Stiftung.
Das betroffene Mauerstück aus Elm-Tuffstein ist etwa fünf Meter lang. Die einzelnen Steine werden sorgfältig abgetragen, gesäubert, sachgerecht gelagert und dann wieder neu gemauert. „Der Unfall wird also keinerlei Auswirkungen auf das historische und stadtbildprägende Erscheinungsbild an dieser Stelle gegenüber der Stadthalle haben“, sagt Assert.

Das Quartier St. Leonhard wird in den nächsten Jahren zum ersten integrativen Stadtviertel Braunschweigs ausgebaut. Damit ist es ein soziales Leuchtturmprojekt. Neben den denkmalgeschützten Stallscheunen werden auf dem knapp 15 000 Quadratmeter großen Areal fünf neue Häuser entstehen. Darin werden unter anderem Wohnungen für Menschen mit Behinderung und für Senioren, eine Diakoniestation, eine Fachambulanz, eine Tagesklinik sowie Arztpraxen untergebracht. Das Investitionsvolumen beträgt 35 Millionen Euro.


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