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Quereinstiegs in Kindertagesstätten zeigt erste Erfolge



Wolfsburg

Quereinstiegs in Kindertagesstätten zeigt erste Erfolge


Pädagogische Fachkräfte sind in Wolfsburg gefragter denn je. Symbolbild: Sandra Zecchino
Pädagogische Fachkräfte sind in Wolfsburg gefragter denn je. Symbolbild: Sandra Zecchino Foto: Sandra Zecchino

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Wolfsburg. Beim Fachkräftemangel in Kindertagesstätten geht die Stadt nach eigenen Angaben neue Wege, denn zu den benötigen Pädagogen für die frühkindliche Bildung kommt der Bedarf an Fachkräften für die Ganztagsbetreuung in Grundschulen.



Wolfsburg verfügt über ein hundertprozentiges Angebot an Ganztagsgrundschulen und baut zudem massiv Krippen- und Kindergartenplätze aus. Pädagogische Fachkräfte sind in Wolfsburg gefragter denn je.

Bereits Ende 2017 hat der Rat der Stadt auf Empfehlung der Verwaltung eine finanzielle Beteiligung an dem Stufenmodell (QuiK – Qualität in Kindertagesstätten) beschlossen, um dem Fachkräftemangel aktiv zu begegnen und langfristig einen verbesserten Betreuungsschlüssel zu erreichen. Die durch das Modell geschaffenen Stellen dienen der einjährigen Qualifizierung von Quereinsteigern zu Sozialpädagogischen Assistenten. Ziel der Stadt Wolfsburg ist es, bis zu 120 Quereinsteigern bis 2021 in einem Stufenmodell die berufsbegleitende Qualifikation bis zur Erzieherin zu ermöglichen. Damit stehen jeder Wolfsburger Kita zwei halbe Stellen zur Verfügung.


Das Land beteiligt sich an den Kosten


Im Rahmen dieses Stufenmodells wird die Förderung einer zusätzlichen halben Stelle sowie begleitende Einführungskurse für jede der 58 Wolfsburger Kindertagesstätten finanziert. Das Land Niedersachen beteiligt sich daran mit der beantragten Höchstförderungssumme von 1,25 Millionen Euro jährlich. Die Stadt verdoppelt diesen Betrag mit ebenfalls 1,25 Millionen Euro pro Jahr. Mit einem Betrag von jährlich insgesamt 2,5 Millionen Euro schöpft die Stadt damit die maximale Kapazität aus und investiert bis zum Ende der Förderungsdauer 2021 insgesamt 5 Millionen Euro städtische Gelder.

Das 2017 beschlossene Stufenmodell zeigt jetzt erste Erfolge. Von den anvisierten 120 Quereinsteigern bis Ende 2021 konnten im ersten halben Jahr bereits 77 in die QuiK-Qualifizierung aufgenommen und in Wolfsburger Kindertageseinrichtungen von unterschiedlichen Trägern eingesetzt werden.

"Durch die Förderung von Quereinstiegskräften und deren Weiterqualifizierung im Sinne des Niedersächsischen Kita-Gesetzes soll, neben anderen Modulen, das Ziel der Gewinnung von Fachkräften für Wolfsburger Kindertagesstätten zur nachhaltigen Sicherung der Betreuungsqualität in den Kitas vor Ort erreicht werden", verdeutlicht Iris Bothe, Stadträtin für Jugend, Bildung und Integration. "Die frühkindliche Bildung und Betreuung und ein bestmöglicher Start für jedes einzelne Kind ist eine politische Schwerpunktsetzung der Stadt und wir werden alles dafür tun, um dieses Ziel zu erreichen", unterstreicht Iris Bothe.


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