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Region: Radfahrer weniger an Unfällen beteiligt



Radfahrer weniger an Unfällen beteiligt

Ab einem Alter von 55 Jahren wird es für Fahrradfahrer statistisch gesehen aber gefährlicher, mit dem Drahtesel unterwegs zu sein.

Symbolbild.
Symbolbild. Foto: Rudolf Karliczek

Region. Die Zahl der Verkehrsunfälle mit Beteiligung von Radfahrern in der Region ist gesunken. Das geht aus der Verkehrsunfallstatistik der Polizeidirektion für das Jahr 2021 hervor. Allerdings gingen nicht alle glimpflich aus: Es kam auch zu Todesfällen. Unterdessen gibt es mehr Unfälle mit E-Scooter-Beteiligung.



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Laut der Statistik ist in den letzten Jahren der Anteil an Radfahrer stetig gestiegen und hat darüber hinaus durch die Corona-Pandemie noch einmal deutliche Steigerungen erfahren. Die Zahlen dieser Jahre sind nur bedingt vergleichbar, da durch die negativen Witterungseinflüsse erst ab Mitte Mai das Fahrrad von einer Vielzahl von Verkehrsteilnehmern genutzt wurde. Grundsätzlich sind die Zahlen rückläufig. Ab Juni 2021 bewegen sich die monatlichen Verkehrsunfallzahlen und -folgen auf dem Vorjahresniveau. "Die Mobilitätsveränderungen sind in den urbanen Räumen deutlich wahrnehmbar und wurden durch die Corona-Pandemie verstärkt. Die aktuellen globalen Ereignisse und die damit verbundenen hohen Energiepreise werden diesen Prozess noch einmal beschleunigen", ist sich die Polizeidirektion sicher.



Weniger Unfälle mit Pedelecs


Im Detail waren 1.006 Fahrradfahrer, 180 Pedelec- sowie zwei E-Bike-Fahrern an Verkehrsunfällen im Jahr 2021 beteiligt (2019 waren es 1.288). Dies entspricht einem Rückgang von 7,8 Prozent. In Folge der Verkehrsunfälle wurden drei Fahrradfahrer im Jahr 2021 getötet. Dies entspricht einem Rückgang von 33 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die Anzahl der Schwerverletzen sank auf 101 (-14). Auch die Kennzahlen der Leichtverletzten sank deutlich auf 568 (-76).


Der starke Anstieg der Kennzahlen der Pedelec-Nutzer setzte sich im Jahr 2021 nicht weiter fort. Die Anzahl der Verkehrsunfälle mit Beteiligung
dieser Fahrzeugart sank auf 180 (-12), das entspricht einem Rückgang von 6,8 Prozent. Die Steigerungsrate von 2019 auf 2020 betrug noch 42,2 Prozent. Bei diesen Verkehrsunfällen wurde ein Mensch getötet.


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Die Anzahl der Schwerverletzten bleibt weiterhin auf einem hohen Niveau, sodass 37 (+1) Menschen schwer verletzt worden. Im Bereich der Leichtverletzten sank die Fallzahl auf 101 (-14). Im langfristigen Vergleich bewegen sich diese Parameter auf einem hohen Niveau. Vergleicht man die Werte mit denen des Jahres 2018, sind deutliche Steigerungsraten klar erkennbar (2018: 1 Getöteter, 5 Schwer- und 44 Leichtverletzte).

Ab 55 Jahren wird es gefährlicher


Darüber hinaus ist feststellbar, dass ab einem Lebensalter von 55 Jahren sowohl Fahrrad- als auch Pedelec-Fahrer überproportional bei
Verkehrsunfällen getötet beziehungsweise schwer verletzt werden. Bei den Pedelec-Fahrern waren 46 von 104 Leichtverletzten (44,24 Prozent), 31 von 37 Schwerverletzten (83,78 Prozent) und ein Getöteter 55 Jahre oder älter. Das Verletzungsrisiko (Anzahl der Verkehrsunfälle im Verhältnis zu Anzahl der Personenschäden) liegt bei Pedelec-Fahrern bei 1,27 und damit höher als bei Fahrradfahrern (1,50).


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