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Reaktion auf "Spaziergänge" - Braunschweiger Bündnis gegen Rechts startet Onlinepetition



Braunschweig

Reaktion auf "Spaziergänge" - Bündnis gegen Rechts startet Onlinepetition

„Gegen Gewalt & Radikalisierung, gegen Hass & Hetze! Solidarität für Beschäftigte im Gesundheitswesen“, lautet der Name der Petition.

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Symbolbild Foto: Pixabay

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Braunschweig. Als Reaktion auf die aus seiner Sicht zunehmende Radikalisierung in der Szene der Querdenker unter anderem bei den sogenannten "Spaziergängen" und als Akt der Solidarität gegenüber den Beschäftigten im Gesundheitswesen hat das Braunschweiger Bündnis gegen Rechts eine Onlinepetition gestartet. Die Petition sei eine Reaktion einerseits auf die unveränderte Überlastung des Gesundheitswesens und seiner Beschäftigten und andererseits auf die zunehmenden Proteste von Impfgegnern und Coronaleugnern. Immer häufiger komme es bei den sogenannten "Spaziergängen dieser Szene" zu Übergriffen und Attacken auf Ordnungskräfte und auf Journalisten. Das teilt das Braunschweiger Bündnis gegen Rechts in einer Pressemitteilung mit.



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Das Bündnis kritisiert, dass sich die angeblichen Spaziergänger nicht von mitmarschierenden, gewalttätigen Gestalten aus der Szenen der extremen Rechten distanzierten, sondern diese auch noch verteidigten. „Uns ist es wichtig auf einen zynischen Aspekt aufmerksam zu machen: Sie laufen herum und fordern eine ihnen angeblich vorenthaltene Freiheit ein, während sie Fakenews über das Impfen verbreiten. Und zugleich müssen andere, nämlich Beschäftigte, die im Gesundheitswesen oder anderorts direkt mir Menschen arbeiten, das als Mehrbelastung ausbaden!“ So ver.di-Geschäftsführer Sebastian Wertmüller für das Bündnis.

"Mehr in die öffentliche Debatte einmischen"



Mit der Petition wolle man all denen eine Möglichkeit sich zu artikulieren geben, die die gesellschaftlichen Spielregeln einhielten und ihren Respekt vor der Arbeit des Gesundheitspersonals bekundeten. Wertmüller: „Wir würden uns freuen, wenn diese Idee aufgegriffen wird und wenn sich auch andere Verbände und Organisationen mehr in die öffentliche Debatte einmischen. Die übergroße Mehrheit zählt ja schließlich nicht zu den Impfgegnern, denen sie jetzt einen Gutteil der Beschränkungen im Alltag zu verdanken haben.“

Die Petition finden Sie hier.


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