Sie sind hier: Region >

Rettungsdienst-Großaufgebot an Vechelder Pflegeheim: 16 Bewohner werden verlegt



Peine

videocamVideo
Rettungsdienst-Großaufgebot an Vechelder Pflegeheim: 16 Bewohner werden verlegt

Durch die Verlegung der bereits von ihrer Corona-Infektion Genesenen soll das Personal der Einrichtung entlastet werden, das ebenfalls stark vom Ausbruchsgeschehen betroffen war.

von Marvin König


16 Bewohnerinnen und Bewohner, welche die Infektion überstanden haben, werden in andere AWO-Einrichtungen in Salzgitter und Braunschweig verlegt. Video: aktuell24 Foto: aktuell24(KR)

Artikel teilen per:

Vechelde. Am AWO Wohn- und Pflegeheim in Vechelde ist derzeit ein Großaufgebot von Rettungswagen zu beobachten. Vor dem Hintergrund des dramatischen Corona-Ausbruchsgeschehens in der Einrichtung in den vergangenen Wochen auch unter den Pflegekräften werden zur Sicherstellung der pflegerischen Versorgung 16 Bewohnerinnen und Bewohner vorübergehend in Einrichtungen nach Salzgitter und Braunschweig verlegt. Das bestätigte AWO-Verbandssekretär Falk Hensel auf Anfrage von regionalHeute.de



Zwischenzeitlich waren 50 Bewohner und 29 Mitarbeiter positiv auf das Coronavirus getestet worden. Aufgrund von COVID-19 kam es zu sieben Todesfällen in der Einrichtung. Nach aktuellem Stand gelten viele Betroffene wieder als genesen, laut Hensel seien aktuell noch 13 Bewohner und 16 Mitarbeiter akut infiziert.

Lesen Sie auch: AWO-Wohn- und Pflegeheim Vechelde: Erste Bewohner und Mitarbeiter genesen



Durch die Infizierten Mitarbeitenden der Einrichtung sei es laut einer Pressemitteilung der AWO zu einer "stark erhöhten Arbeitsbelastung des verbliebenen Personals" gekommen. Um der Gefahr der Beeinträchtigung der pflegerischen Versorgung entgegenzuwirken, habe man sich nun für eine Verlegung in andere Wohnheime entschieden. Alle 16 Bewohnerinnen und Bewohner, die nun verlegt würden, hätten die Infektion bereits überstanden und seien mehrfach negativ auf das Virus getestet worden. "Die Umzüge finden in enger Abstimmung mit dem Gesundheitsamt und dem Krisenstab des Landkreises Peine statt und werden durch die Rettungsleitstelle koordiniert. Die AWO bedankt sich für die sehr reibungslose Zusammenarbeit. Ebenfalls ist die Bereitschaft und Unterstützung der Bewohnerinnen und Bewohner und der Angehörigen maßgeblich gewesen", erklärt Hensel.


zur Startseite