Abfallkalender für Salzgitter: Termine nur noch online

Wer immer noch auf eine gedruckte Broschüre wartet, der wartet vergebens. Das sagt die Stadt dazu.

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Symbolfoto.
Symbolfoto. | Foto: Alexander Panknin

Salzgitter. In der Vergangenheit hatte die Stadt Salzgitter Jahr für Jahr einen gedruckten Abfallkalender mit den Abholterminen an die Haushalte ausgegeben. Zu diesem Jahreswechsel warteten die Bürger allerdings vergebens darauf. Offenbar hat man den Druck dieser Broschüre aus Kostengründen aufgegeben. Das teilt die Stadt Salzgitter auf Nachfrage mit.



Der Städtische Regiebetrieb (SRB) drucke aus Gründen der Nachhaltigkeit, Ressourcenschonung und Klimaschutzes seit dem Jahreswechsel 2025 / 2026 keine Abfallkalender mehr, teilt Simone Kessner, Pressesprecherin der Stadt Salzgitter, mit. Bisher seien Jahr für Jahr zwischen 50.000 und 65.000 Kalender gedruckt und an alle Haushalte verteilt worden, in Summe bis zu 23 Tonnen Papier, die nun eingespart würden. Für Gestaltung, Druck und Verteilung des Abfallkalenders habe man jährlich 15.000 bis 17.000 Euro ausgegeben.

"Umfangreiche und gut funktionierende App"


Doch wie sollen sich nun vor allem ältere Menschen ohne Internet und Smartphone über die Abfuhrtermine informieren? Bei der Stadt sieht man hier offenbar kein größeres Problem. "Seit Jahren bietet der SRB den Bürgerinnen und Bürgern eine umfangreiche und gut funktionierende Abfall-App. Damit hat man die Abfuhrtermine auf dem Smartphone und kann sich einen Tag vorher an die Leerungstermine erinnern lassen und Push-Nachrichten erhalten, falls unvorhergesehene Ereignisse die Abfuhrtouren verschieben", so Simone Kessner.

MyMüll.de erinnere zuverlässig an jeden Entsorgungstermin. Die kostenlose App sei schnell und einfach eingerichtet und navigierte auch zuverlässig zum nächsten Wertstoffcontainer. Die App könne auf der Internetseite der Stadt heruntergeladen werden. Hier finden sich auch die Abfuhrtermine mit individueller Auswahl der Straßen.

"Um die Unterstützung anderer bitten"


Bei Eingabe des Abholortes könne ein Wochenkalender mit allen Entsorgungsterminen für diese Adresse erstellt werden. Außerdem bestehe die Möglichkeit, sich alle Termine als Jahresliste anzeigen zu lassen und auszudrucken. Wer kein Smartphone oder keinen Computer habe, könne um die Unterstützung anderer bitten oder beim SRB nachfragen. Die Abfallberatung des SRB helfe unter der Telefonnummer 05341/ 839 3741 weiter.

Selbstkritisch zeigt sich die Stadt in Sachen Art und Weise, wie über den Wegfall des Abfallkalenders informiert wurde: nämlich gar nicht. "Die Information über den künftigen Verzicht auf den gedruckten Abfallkalender hätte in der Tat kundenfreundlicher und offensiver erfolgen sollen. Nachfragen, die Ihre Redaktion und auch uns erreichten, wären definitiv vermeidbar gewesen", räumt die Pressesprecherin ein.

Umkehrschluss nicht automatisch


Davon auszugehen, dass durch den unterbliebenen Hinweis auf eine Verteilung des Abfallkalenders (das geschah sonst mit Verteilung der Gelben Säcke, die es allerdings durch Einführung der Gelben Tonne nicht mehr gibt) alle den Umkehrschluss ziehen, dass es den Abfallkalender in Papierform nicht mehr geben wird, habe sich als Trugschluss erwiesen.

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