Region. Die Polizeidirektion Göttingen und die Regionalen Landesämter für Schule und Bildung (RLSB) Braunschweig und Hannover haben am Dienstag zu einem gemeinsamen Fachtag nach Göttingen eingeladen. Thema waren Drohszenarien an Schulen – darunter Droh-E-Mails, telefonische Bombendrohungen und Verdachtsfälle im Kontext Schulamok – sowie Ansätze der Traumasensitivität, psychologische Unterstützungsangebote und Fragen der Radikalisierungsprävention im schulischen Kontext. Das berichten die Regionalen Landesämter
für Schule und Bildung in einer Pressemitteilung.
Ziel war es, Lehrkräfte, Schulleitungen und schulische Krisenteams darin zu unterstützen, in Krisensituationen handlungssicher, gut informiert und professionell zu agieren und Schule als sicheren und geschützten Ort zu erhalten. In ihrer Begrüßung sagte Tanja Wulff-Bruhn, Präsidentin der Polizeidirektion Göttingen: „Schule ist ein Ort des Lernens, des Wachsens, der Begegnung – ein Raum, in dem junge Menschen Vertrauen entwickeln, Beziehungen gestalten und ihre Zukunft entwerfen. Gerade deshalb müssen wir reagieren, wenn es zu Situationen kommt, die dieses Gefühl von Sicherheit infrage stellen.“ Ziel des Fachtags sei es, Handlungssicherheit zu geben, polizeiliches Handeln transparent und nachvollziehbar zu machen, aber vor allem die Schulen und das Personal zu stärken sowie gegen potenzielle Bedrohungen, aber auch Fakes resilienter zu machen, so Wulff-Bruhn.
Erfahrungsbericht eines Schulleiters aus Braunschweig
In den Tag starteten die Teilnehmenden mit einem Erfahrungsbericht eines Schulleiters aus Braunschweig sowie einem Überblick der Polizei zum Gefährdungsmanagement. Daran schloss sich eine Workshop‑Phase an, in der sieben zentrale Themen rund um schulische Sicherheit und Krisenbewältigung behandelt wurden – darunter polizeiliche Sicherheitsberatung, Sicherheitskonferenzen, traumasensibles Arbeiten, Erste Hilfe bei psychischen Krisen, Verhalten im Akutfall, Radikalisierungsprävention sowie die Arbeit schulinterner Krisenteams.
Thematischer Mittelpunkt war die strukturelle und praktische Vorbereitung auf Krisensituationen.
„Schulen brauchen klare, erprobte Abläufe für den Ernstfall. Der Fachtag vermittelt konkrete Verfahren, stärkt die Zusammenarbeit mit Polizei und Krisenteams und schafft mehr Handlungssicherheit im Schulalltag“, betonte Gertrud Plasse, schulpsychologische Dezernentin am RLSB Hannover,.
Der Fachtag, der jährlich vom Präventionsbereich der Polizeidirektion Göttingen gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern der RLSB organisiert und ausgerichtet wird, ist Teil einer Kooperationsvereinbarung, die 2020 geschlossen und im vergangenen Jahr erneuert wurde. Im Mittelpunkt steht die Präventionsarbeit an Schulen. Mit der Veranstaltung bekräftigen Polizei und Schulbehörden ihre enge Zusammenarbeit, um Handlungssicherheit zu stärken und Schulen als sichere Lernorte zu sichern.
