Salzgitter. Bis zu 8,41 Millionen Euro Fördermittel aus dem Programm „Sozialer Zusammenhalt“ stehen für die Aufwertung des Quartiers Kampstraße zur Verfügung. Darüber informiert die Stadtverwaltung in einer Pressemitteilung.
Das Niedersächsische Ministerium für Wirtschaft, Verkehr und Bauen teilte kürzlich mit, dass das Gebiet Kampstraße in das Förderprogramm “Sozialer Zusammenhalt - Zusammenleben im Quartier gemeinsam gestalten“ aufgenommen wurde. Die hierfür notwendige Sanierungssatzung wurde am heutigen Mittwoch vom Rat beschlossen.
Gute Nachricht für Bewohner
Oberbürgermeister Frank Klingebiel erläutert: „Das ist eine gute Nachricht für alle Bewohnerinnen des Quartiers rund um die Kampstraße, für Lebenstedt und für ganz Salzgitter: Vor zwei Jahren hat der Rat der erstmaligen Anmeldung des Gebietes Kampstraße für das Städtebauförderprogramm des Landes zugestimmt. 2025 konnte unser Antrag vom Land aus Gründen der Verteilungsgerechtigkeit nicht berücksichtigt werden. Durch eine Modifikation des Fördergebietes und der Änderung einiger inhaltlicher Punkte, denen der Rat im vergangenen Jahr ebenfalls zugestimmt hat, konnte das Gebiet im Auswahlverfahren 2026 berücksichtigt werden und wurde in das Förderprogramm “Sozialer Zusammenhalt - Zusammenleben im Quartier gemeinsam gestalten“ für 15 Jahre aufgenommen. Das bedeutet, dass während des Förderzeitraumes bis zu 8,41 Millionen Euro Fördermittel für die Verbesserung der Wohnungen, des Wohnumfeldes, für soziale Projekte, Quartiersmanagement oder Maßnahmen des Klimaschutzes zu Verfügung stehen. Ohne die Fördermittel wäre es uns als Stadt nicht möglich, diese Projekte alleine aus städtischen Mitteln zu finanzieren."
Zum Fördergebiet Kampstraße
Das Gebiet umfasst die Kampstraße, alle Seitenstraßen, die JKW Forellenhof sowie die hinter der Kreuzung „Am Kreisel“ gelegene St. Michael-Kirche. Für das Gebiet Kampstraße sowie den Bereich Saldersche Straße haben im Jahr 2023 vorbereitende Untersuchungen mit umfangreicher Bürgerbeteiligung stattgefunden. Die gewonnenen Ergebnisse bilden eine Grundlage des weiteren Vorgehens.
Über das Programm
In dem Programm „Sozialer Zusammenhalt - Zusammenleben im Quartier gemeinsam gestalten“ werden die Förderinhalte des ehemaligen Programms Soziale Stadt fortgeführt und weiterentwickelt. Durch das Programm soll eine auf das Quartier bezogene, integrative und soziale Stadtentwicklung angestoßen werden. Die Städte und Gemeinden sollen dabei unterstützt werden, die Quartiere mit städtebaulichen, sozialen und wirtschaftlichen Problemen, hoher Arbeitslosigkeit, unzureichenden Wohnverhältnissen und kulturellen Defiziten durch städtebauliche Maßnahmen zu stabilisieren und aufzuwerten. Dadurch sollen die Wohn- und Lebensbedingungen der Bewohnerinnen und Bewohner in den Wohnquartieren nachhaltig verbessert werden.

