Belastung im Gesundheitsamt Salzgitter "enorm"

Die Stadt sucht schon nach Personal, um die Mitarbeiter zu entlasten. Auch die Bundeswehr soll wieder unterstützen.

von Anke Donner


Symbolbild
Symbolbild Foto: Rudolf Karliczek

Salzgitter. In den vergangenen Wochen stieg die Zahl der Coronafälle im gesamten Bundesgebiet wieder an. Die Stadt Salzgitter war während der gesamten Pandemiephase immer wieder stark von Corona-Ausbrüchen betroffen. Und auch derzeit hat Salzgitter das zweithöchste Infektionsgeschehen in ganz Niedersachsen. Das belastet auch das Gesundheitsamt, wie die Stadt auf Nachfrage bestätigt.


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Bedingt durch die steigenden Fallzahlen seien im Gesundheitsamt die Teams, die mit der Pandemiebekämpfung beschäftigt sind, aktuell stark gefordert, da sowohl Verdachtsfälle als auch deren Kontakte im Test-Drive-In des Gesundheitsamtes getestet werden müssen und die durch infizierte Personen angegebenen Kontaktpersonen ebenfalls zeitintensiv nachverfolgt werden müssen. Durch die vielen Schulklassen sei die Zahl der Kontakte besonders hoch, erklärt Stadtsprecher Martin Neumann.

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Zwar erhalte das Gesundheitsamt Unterstützung vom Land und kurzfristig von den Johannitern, aber dennoch fehle es an Personal. Man habe zusätzlich bereits Personalanforderungen bei der Bundeswehr gestellt. Derzeit könnten vor allem die vorhandenen Teams bei der Abnahme der Abstriche und bei der Kontaktnachverfolgung Unterstützung gebrauchen. Hier seien derweil Stellen ausgeschrieben. Außerdem würden sich die Teams gegenseitig helfen.

Auch, wenn die Belastung derzeit hoch sei, könne man nicht von einer höheren Auslastung als noch vor einem Jahr sprechen. "Es gibt immer wieder Spitzen der Belastung. Die Dauer der Belastung für das Personal über nunmehr rund 20 Monate ist allerdings enorm", so Neumann.


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