Dieses Krankenhaus beantragt Insolvenzverfahren

Der Krankenhausbetrieb läuft in Salzgitter-Bad uneingeschränkt weiter. Kosten für den Neubau wirken sich auf die wirtschaftliche Situation aus.

Das St. Elisabeth Krankenhaus in Salzgitter (Archivbild).
Das St. Elisabeth Krankenhaus in Salzgitter (Archivbild). | Foto: Rudolf Karliczek

Salzgitter-Bad. Die St. Elisabeth-Krankenhaus Salzgitter gGmbH hat am heutigen Dienstag beim Amtsgericht Braunschweig die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens in Eigenverwaltung beantragt.



Wie das Krankenhaus in einer Pressemitteilung erklärt, bleibt im Rahmen dieses Verfahrens die Geschäftsführung im Amt und führt das Krankenhaus eigenverantwortlich durch den Sanierungsprozess. Ziel sei es, die wirtschaftliche Stabilität des Hauses wiederherzustellen und eine tragfähige strukturelle Perspektive zu entwickeln. Die Geschäftsführung werde dabei durch die Kanzlei Brinkmann & Partner und Advant Beiten begleitet. Die Mitarbeiter der St. Elisabeth-Krankenhauses wurden am heutigen Dienstag bei einer Mitarbeiterversammlung über die Antragstellung und das weitere Vorgehen informiert.

Angespannte wirtschaftliche Bedingungen


Die Antragstellung sei vor dem Hintergrund der seit mehreren Jahren angespannten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen im Krankenhaussektor erfolgt. Auch das St. Elisabeth-Krankenhaus Salzgitter sei von strukturellen Veränderungen im Gesundheitswesen betroffen. Gleichzeitig hätten sich Personal-, Energie- und Sachkosten erheblich erhöht, während das bestehende Vergütungssystem diese Entwicklungen nur unzureichend ausgleicht. Außerdem wirkten sich Investitions- und Projektkosten im Zusammenhang mit dem Neubau auf die wirtschaftliche Gesamtsituation aus.

Versorgungssicherheit gewährleistet


Der Krankenhausbetrieb läuft in allen Bereichen uneingeschränkt weiter, teilt das Krankenhaus mit. Die medizinische und pflegerische Versorgung der Patienten in Salzgitter-Bad und der umliegenden Region sei vollständig sichergestellt. Behandlungen und Operationen finden wie geplant statt, die Notaufnahme bleibt geöffnet. Die Löhne und Gehälter der Mitarbeiter sind über das Insolvenzgeld abgesichert.

Ersatzneubau bleibt zentrales Zukunftsprojekt


Unabhängig vom eingeleiteten Verfahren hält das Krankenhaus an der geplanten Inbetriebnahme des Neubaus mit moderner Medizin- und Gebäudetechnik fest. Derzeit werden einzelne organisatorische und kaufmännische Rahmenbedingungen überprüft. Ziel ist eine stabile und verantwortungsvolle Fortführung des Projekts.

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