Frau am Bodensee ermordet: Tatverdächtiger in Salzgitter verhaftet

Vor fast zwei Jahren wurde eine 70-Jährige in Bayern ermordet. Nun klickten in Salzgitter die Handschellen.

Symbolbild.
Symbolbild. | Foto: Pixabay

Salzgitter/Kempten. Es war ein Fall, der am Bodensee für viel Aufsehen sorgte: Im Jahr 2024 wurde dort eine Café-Besitzerin ermordet – wer für die Tat verantwortlich ist, war jedoch lange unklar. Bis jetzt, denn kürzlich konnte ein Tatverdächtiger in Salzgitter festgenommen werden.



Wie das Polizeipräsidium Schwaben Süd/West in einer Pressemitteilung berichtet, wurde am 21. Juli 2024 eine 70-jährige Café-Besitzerin in Nonnenhorn im Landkreis Lindau in Bayern unter Gewaltanwendung getötet. Die Täter entwendeten außerdem die von ihr mitgeführten Tageseinnahmen des Gastronomiebetriebes in vierstelliger Höhe. Nun konnten zwei tatverdächtige Männer festgenommen werden.

Tatverdächtiger in Salzgitter verhaftet


Bereits Anfang Februar 2026 hatte der Ermittlungsrichter am Amtsgericht Kempten auf Antrag der Staatsanwaltschaft Kempten gegen zwei Tatverdächtige Untersuchungshaftbefehle wegen des dringenden Verdachts des Mordes in Tateinheit mit Raub mit Todesfolge erlassen. Aufgrund intensiver Fahndungsmaßnahmen gelang der Kriminalpolizeiinspektion Kempten in Zusammenarbeit mit dem Bayerischen Landeskriminalamt, der Kriminalpolizeistation Lindau und der niedersächsischen Landespolizei zunächst die Festnahme eines 53-jährigen rumänischen Tatverdächtigen in Salzgitter. Am 10. März stellte sich schließlich der zweite Tatverdächtige, ein 30-jähriger rumänischer Staatsangehöriger, freiwillig bei der Kriminalpolizeistation Lindau und konnte ebenfalls festgenommen werden.

Verdächtige in Gefängnisse gebracht


Der dringende Tatverdacht gegen die Beschuldigten stützt sich auf das Ergebnis der umfangreichen Auswertung der im Ermittlungsverfahren gesicherten Spuren. Die Beschuldigten wurden nach der Festnahme jeweils den Ermittlungsrichtern am Amtsgericht Salzgitter beziehungsweise Kempten vorgeführt. Die Haftbefehle wurden jeweils aufrechterhalten und die Beschuldigten in eine Justizvollzugsanstalt eingeliefert. Die weiteren Ermittlungen führt die Kriminalpolizeiinspektion Kempten unter Sachleitung der Staatsanwaltschaft Kempten.

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