Mädchen-Mord in Salzgitter: Tatverdächtiger nicht mehr in Psychiatrie

Der Junge kam kurz nach der Tat erst in die Obhut des Jugendamtes und wurde anschließend in einer psychiatrischen Klinik untergebracht. Doch auch dort ist er nicht mehr.

von Anke Donner


Im Juni wurde in Fredenberg eine 15-jährige Schülerin ermordet.
Im Juni wurde in Fredenberg eine 15-jährige Schülerin ermordet. Foto: Rudolf Karliczek

Salzgitter. Heute vor drei Monaten wurde am Hans-Böckler-Ring in Fredenberg die Leiche einer 15-jährigen Schülerin gefunden. Kurz darauf stand fest: Der Teenager wurde ermordet. Tatverdächtig sind bis heute zwei Jugendliche im Alter von 13 und 14 Jahren. Während der eine Junge mit 14 Jahren strafmündig ist und in Untersuchungshaft sitzt, kann der 13-Jährige nicht belangt werden. regionalHeute.de hat bei der Stadt Salzgitter nachgefragt, wie es mit dem Jungen nun weitergeht.


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Dass einer der Tatverdächtigen strafrechtlich nicht belangt werden kann, weil er eben das 14. Lebensjahr noch nicht erreicht hat, führte zu Diskussionen bis in die Landespolitik. Der Junge wurde stattdessen kurz nach der Tat erst in die Obhut des Jugendamtes gegeben und anschließend in einer psychiatrischen Klinik untergebracht.

Teenager in Jugendhilfeeinrichtung


Dort befinde er sich aber nicht mehr, teilt die Stadt Salzgitter, in deren Zuständigkeit die Unterbringung des Strafunmündigen fällt, mit. "Der 13-jährige Tatverdächtige wurde inzwischen in einer Jugendhilfeeinrichtung außerhalb von Salzgitter in Niedersachsen unter intensiver Betreuung untergebracht", lässt Stadtsprecher Martin Neumann wissen.

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14-Jähriger weiter in U-Haft


Während der 13-Jährige in einer Jugendeinrichtung untergebracht ist, sitzt der 14-Jährige nach wie vor in Untersuchungshaft. Die Ermittlungen zur Tat dauern weiter an, teilte Hans-Christian Wolters von der Staatsanwaltschaft Braunschweig mit. Wann und in welcher Form Anklage erhoben werden kann, stehe noch nicht fest.


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