Salzgitter. Vergangene Woche Donnerstag gab es an einer Schule im Fredenberg einen größeren Polizeieinsatz nach einem sogenannten Amok-Alarm. Als Verursacher wurde von der Polizei ein 15-Jähriger ermittelt, der eine täuschend echt aussehende Waffennachbildung bei sich trug - eine sogenannte Anscheinswaffe. Wir wollten nun von der Polizei wissen, was dem Jugendlichen für Konsequenzen drohen. Dabei gab es auch ein paar Neuigkeiten zum Vorfall selbst.
Der mehrstündige Polizeieinsatz an der BBS Fredenberg sorgte für großes Aufsehen. Spezialeinheiten waren vor Ort, Straßen wurden gesperrt. Da stellt sich natürlich auch die Frage: "Wer bezahlt das alles?"
An den Kosten beteiligen?
Eine endgültige Antwort darauf gibt es noch nicht. Denn es hängt auch davon ab, inwieweit man die Kosten an den 15-Jährigen weitergeben kann. Dazu teilt Polizeisprecher Matthias Pintak mit: "Dazu kann ich heute noch keine Aussage treffen. Dies wird Bestandteil der weiteren Sachbearbeitung sein." Auch die Höhe der Gesamtkosten für den Einsatz stehe noch nicht fest.
Dagegen sind die möglichen rechtlichen Konsequenzen für den Jugendlichen klarer. Die Polizei habe eine Ordnungswidrigkeitenanzeige nach dem Waffengesetz eingeleitet, teilt Pintak mit. Das Führen einer Anscheinswaffe kann laut Bußgeldkatalog mit einer Strafe von bis zu 10.000 Euro geahndet werden.
Neues zum Vorfall
Auf die Frage, ob es Erkenntnisse gibt, warum der Jugendliche die Waffenattrappe mit in die Schule gebracht hat und ob er den Alarm bewusst ausgelöst hat, heißt es: "Der Schüler konnte keine plausiblen Aussagen diesbezüglich treffen." Allerdings gibt es auch Neues zum Vorfall. So teilt Matthias Pintak mit, dass der 15-Jährige kein Schüler der BBS Fredenberg ist. Zudem habe er die Waffe in der Schule nicht in der Hand gehabt. Der Alarm sei ausgelöst worden, weil es Hinweise darauf gegeben habe, dass der Jugendliche bewaffnet sei.
