Nach Insolvenz: Wie geht es mit dem Klinikneubau weiter?

In der vergangenen Woche hat das St. Elisabeth-Krankenhaus die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens beantragt. Nun wurde die Einweihungsfeier für den Neubau abgesagt.

von


Das St. Elisabeth Krankenhaus in Salzgitter.
Das St. Elisabeth Krankenhaus in Salzgitter. | Foto: Rudolf Karliczek

Salzgitter. Am St. Elisabeth-Krankenhaus in Salzgitter-Bad wird seit Monaten ein Projekt der Superlative vorbereitet: Der Umzug in den Neubau auf dem Nachbargelände. Doch nun scheint das Ganze aufgrund der Insolvenz ins Stocken geraten zu sein.



Bereits seit Monaten hatten sich die Mitarbeiter in enger Abstimmung mit allen beteiligten Kooperationspartnern, ausführenden Firmen und Behörden auf diesen Schritt vorbereitet, Projektteams aus allen Abteilungen waren beteiligt. Am Umzugstag selbst, der für das Wochenende rund um den 21. März geplant war, sollte dann ein spezielles „Umzugsteam“ die Koordination und das Management vor Ort übernehmen. Dem Krankenhaus sollten durch den Umzug Zusatzkosten im sechsstelligen Bereich entstehen, wie es im vergangenen September hieß.

Insolvenzverfahren beantragt


Wie berichtet, hatte die St. Elisabeth-Krankenhaus Salzgitter gGmbH am vergangenen Dienstag beim Amtsgericht Braunschweig überraschend die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens in Eigenverwaltung beantragt. Wie es in einer Pressemitteilung geheißen hatte, sei das Ziel, die wirtschaftliche Stabilität des Hauses wiederherzustellen und eine tragfähige strukturelle Perspektive zu entwickeln. Die Antragstellung sei vor dem Hintergrund der seit mehreren Jahren angespannten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen im Krankenhaussektor erfolgt. Wie das Krankenhaus weiter mitgeteilt hatte, soll der Krankenhausbetrieb jedoch uneingeschränkt weiterlaufen.

Einweihungsfeier abgesagt


Nun wurde die geplante Einweihungsveranstaltung kurzfristig abgesagt. Das bestätigt Karola Zimmermann, Sprecherin der St. Elisabeth-Krankenhaus Salzgitter gGmbH, auf Anfrage von regionalHeute.de. Dies sei vor dem Hintergrund des eingeleiteten Insolvenzverfahrens und einer zwischenzeitlichen Bauzeitenverschiebung geschehen. Derzeit würden organisatorische und kaufmännische Rahmenbedingungen im Zusammenhang mit dem Neubau überprüft. Sobald hierzu belastbare Entscheidungen vorlägen, werde man darüber transparent informieren.

Der Ersatzneubau bleibe ein zentrales Zukunftsprojekt des Hauses. Ziel sei eine stabile und verantwortungsvolle Fortführung des Projekts – Hand in Hand mit den Fachplanern und beteiligten Gewerken. In diesem Zusammenhang würden derzeit verschiedene organisatorische und projektbezogene Aspekte geprüft.

Themen zu diesem Artikel


Justiz