Salzgitter. Ein Neubau für die Feuerwehr soll her – als Teil eines Katastrophenschutzzentrums: Die Pläne für Salzgitter-Bad werden schon seit Jahren diskutiert. Jetzt könnte das Großprojekt an der Nord-Süd-Straße aber bald die nächste Hürde nehmen. Der im Sommer 2020 aufgestellte Bebauungsplan passiert derzeit zahlreiche städtische Ausschüsse. Im Verwaltungsausschuss soll demnächst eine Entscheidung fallen.
Der Bebauungsplan ist notwendig, da sich der Standort der Feuerwehr an der Nord-Süd-Straße vergrößern soll. Eine Fläche soll für den Gemeinbedarf mit der Zweckbestimmung Feuerwehr festgesetzt werden. "Damit werden die Voraussetzungen für den erforderlichen Neubau der Feuer- und Rettungswache in Salzgitter-Bad geschaffen", erklärt die Verwaltung.
Neubau ist erforderlich
Ein Neubau für die Feuer- und Rettungswache sei in Salzgitter-Bad erforderlich. Auch der freiwilligen Feuerwehr soll dort die Möglichkeit offengehalten werden, ein Gebäude zu errichten. Weitere Akteure könnten später hinzukommen. Es sind maximal drei Geschosse sowie eine überbaubare Fläche von 15.000 Quadratmetern zulässig, erklärt die Stadtverwaltung.
Erheblicher Handlungsbedarf
Diese begründet den Neubau am Standort Salzgitter-Bad der Berufsfeuerwehr mit einem erheblichen Handlungsbedarf, der dort herrsche. Das Bestandsgebäude sei nur eingeschränkt nutzbar. Die Einschränkungen betreffen die Funktions- und Sozialräume sowie die Fahrzeugabstellplätze, die zu klein sind und nicht der Norm entsprechen. Die Wachabteilung ist seit längerer Zeit in einem Container untergebracht. Auch die Außenflächen seien weder in Bezug auf die Rangierflächen noch auf die Übungsflächen zeitgemäß.
Die Gründe liegen also auf der Hand – nun gilt es, den Bebauungsplan aufzustellen. Dieser ist unter anderem rechtlich notwendig, da für die vorgesehenen Kleingartenflächen bislang keine Baurechte bestehen. Daher ist die Aufstellung des Bebauungsplans erforderlich.
Für den Ausgleich der Eingriffe in Boden, Natur und Landschaft plant die Verwaltung Flächen des Ökokontos der Stadt Salzgitter südlich der Flote heranzuziehen. Da diese Flächen, die zum Ausgleich der betroffenen Flächen bei der Baumaßnahme dienen sollen, in der Gemarkung Lichtenberg liegen, wird auch der Ortsrat der Ortschaft Nordwest beteiligt.
Seit dem Aufstellungsbeschluss für den Bebauungsplan im Juli 2020 ist das Projekt bereits die weiteren Verfahrensschritte "Frühzeitige Öffentlichkeitsbeteiligung" und "Frühzeitige Beteiligung der Behörden und Träger sonstiger öffentlicher Belange" gegangen. Nun steht die Beteiligung der Selbstverwaltungsgremien auf dem Programm.
