Salzgitter. Im Bereich einer Schule am Hans-Böckler-Ring in Salzgitter kam es am Vormittag zu einem größeren Polizeieinsatz. An der BBS Fredenberg wurde Amokalarm ausgelöst. Eine Person wurde festgenommen. Nun gibt die Polizei weitere Details zu dem Einsatz bekannt.
Um 10 Uhr am heutigen Donnerstag ging bei der Polizei ein Hinweis auf eine verdächtige Person auf dem Gelände der Schule ein. Laut Polizeimeldung hatte eine hinweisgebende Person berichtet, dass sich ein Mann vor der Schule aufgehalten und offensichtlich eine Schusswaffe bei sich getragen habe.
Gebiet wurde abgesperrt
Zahlreiche Einsatzkräfte, darunter Spezialkräfte, rückten daraufhin aus. Der Einsatzraum wurde großräumig abgesperrt – betroffen war sowohl der Personen- als auch der Fahrzeugverkehr. Durch die konsequenten Absperrmaßnahmen habe man verhindern können, dass sich Unbefugte dem Schulgelände näherten.
Schule evakuiert
Für die professionelle Einsatzbewältigung musste das Schulgebäude gründlich durchsucht werden. Im Laufe des Einsatzes wurden die Schüler kontrolliert aus den Schulgebäuden begleitet. Einige verblieben jedoch aus Sicherheitsgründen noch vorübergehend in den Klassenzimmern. Die Schulleitung informierte die Eltern in einem Rundschreiben über die Lage und bat darum, das Gelände zu meiden und den Anweisungen der Polizei zu folgen. Zudem wurde den Schülern geraten, ihre Handys nicht zu benutzen. Auch die Polizei hatte immer wieder darum gebeten, das Gelände zu meiden. Polizeisprecher Matthias Pintak betonte am Vormittag gegenüber regionalHeute.de, dass es keine Hinweise auf eine konkrete Gefahr gebe.
Waffe bei Schüler entdeckt
Im Zuge der Durchsuchung konnte ein 15-jähriger Schüler festgestellt werden, der als Verursacher des Einsatzes identifiziert wurde. In einem Rucksack führte er eine „täuschend echt aussehende“ Schusswaffe mit sich. Der Junge wurde von Polizeikräften angetroffen und in Gewahrsam genommen.
Die Polizei berichtete, dass nach bisherigem Ermittlungsstand zu keinem Zeitpunkt eine Gefahr für andere Personen bestand. Glücklicherweise wurde bei dem Einsatz niemand verletzt. Im Rahmen der polizeilichen Ermittlungen wurde der Schüler vernommen; weitere Ermittlungen stehen noch aus.
Appell der Polizei
Die Polizei betonte, dass das Mitführen oder Zeigen von Waffen oder anderen gefährlichen Gegenständen – selbst wenn es sich nur um Spielzeug handelt – stets als gefährlich bewertet wird und regelmäßig polizeiliche Einsätze nach sich ziehen kann. Der Appell lautet daher, niemals solche Gegenstände in der Öffentlichkeit mitzuführen.
Zudem lobte die Polizei die sehr gute Zusammenarbeit zwischen den eingesetzten Institutionen wie Polizei, Schule, kommunalen Einrichtungen und der Presse. Insbesondere wünschte sie allen von den Einsatzmaßnahmen betroffenen Lehrkräften und Schülerinnen und Schülern, dass sie das Erlebte gut und professionell verarbeiten können.




