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Salzgitter: Regenbogenflagge wird am 17. Mai vor dem Rathaus wehen



Regenbogenflagge wird am 17. Mai vor dem Rathaus wehen

Der Rat der Stadt folgte mit großer Mehrheit einem Antrag der Gruppe Die Linke - Die PARTEI, am Internationalen Tag gegen Homophobie ein Zeichen zu setzen.

von Alexander Dontscheff


Wie hier in Braunschweig, wird am 17. Mai auch vor dem Salzgitteraner Rathaus die Regenbogenflagge wehen. Archivbild.
Wie hier in Braunschweig, wird am 17. Mai auch vor dem Salzgitteraner Rathaus die Regenbogenflagge wehen. Archivbild. Foto: regionalHeute.de

Salzgitter. Bei fünf Gegenstimmen hat der Rat der Stadt Salzgitter in seiner Sitzung am Dienstag mit großer Mehrheit einem Antrag der Ratsgruppe Die Linke - Die PARTEI zugestimmt, dass an den Rathäusern in Lebenstedt und in Bad jedes Jahr zum Internationalen Tag gegen Homophobie am 17. Mai die Regenbogenfahne gehisst wird, um auf die Diskriminierung von LSBTIQ (Lesben, Schwule, Bisexuelle, Trans-, Inter* und queere Menschen) hinzuweisen und Solidarität zu zeigen.



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"Die Regenbogenflagge ist weltweit das Symbol der Lesben- und Schwulenbewegung, sie steht für Vielfalt und Respekt ebenso wie für Engagement gegen Homophobie und Transphobie", stellte Ratsherr Lars Tietjen (Die PARTEI) den Antrag vor. Öffentliche Einrichtungen in vielen Orten Deutschlands, auch in der Nachbarschaft wie in Goslar, Wolfsburg oder Braunschweig würden diese Flagge am 17. Mai hissen. Mit einer so simplen Geste wie durch das Hissen der Regenbogenfahne am Rathaus, zeige sich die Stadt Salzgitter als vielfältige und bunte Stadt, in der alle Menschen unabhängig ihrer sexuellen Orientierung willkommen sind und dass die Stadt ihre Ängste und Sorgen ernst nimmt.

Konsequenter Kurs im nichtgroßstädtischen Raum



Das Datum des Internationalen Tag gegen Homophobie sei zur Erinnerung an den 17. Mai 1990 gewählt, als die Weltgesundheitsorganisation (WHO) beschloss, Homosexualität aus ihrem Diagnoseschlüssel für Krankheiten zu streichen, heißt es in der schriftlichen Begründung des Antrages. Gerade im nichtgroßstädtischen Raum brauche es einen konsequenten Kurs für die Unterstützung der berechtigten Interessen von Schwulen, Lesben, Bi-, Trans-, Intersexuellen und Queer-Menschen auf Gleichstellung in der Gesellschaft.

Gegen den Antrag stimmte lediglich die AfD. Ratsherr Thomas-Peter Disselhoff erklärte, dass man zwar alle sexuellen Orientierungen akzeptiere, man aber nicht für alles einen eigenen Tag mit entsprechender Symbolik benötige.


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