Safer Internet Day: Schüler klären über Gefahren im Internet auf

An interaktiven Mitmachstationen setzten sich rund 200 Mitschülerinnen und Mitschüler der sechsten und siebten Klassen mit Themen wie Fake News, Cybermobbing und dem Recht am eigenen Bild auseinander.

MedienScoutz des Gymnasiums am Fredenberg und der Gottfried-Linke-Realschule mit den Projektbeteiligten im Forellenhof am Safer Internet Day 2026 (von links): Lea Dabbous (GLR), Nikita Kaiser (GLR), Frau Behrends (GLR), Nida Abacioğlu (GaF), Evgenij Kusnezow (GLR), Mert Abacioglu (GLR), Fabian Probst (GaF), Claudia Kramer (Polizeihauptkommissarin & Beauftragte für Jugendsachen, Polizeiinspektion Salzgitter / Peine / Wolfenbüttel), Heyfa Mesho (GaF) und André Greco (Medienpädagoge des Fachdienstes Kinder, Jugend und Familie, Stadt Salzgitter).
MedienScoutz des Gymnasiums am Fredenberg und der Gottfried-Linke-Realschule mit den Projektbeteiligten im Forellenhof am Safer Internet Day 2026 (von links): Lea Dabbous (GLR), Nikita Kaiser (GLR), Frau Behrends (GLR), Nida Abacioğlu (GaF), Evgenij Kusnezow (GLR), Mert Abacioglu (GLR), Fabian Probst (GaF), Claudia Kramer (Polizeihauptkommissarin & Beauftragte für Jugendsachen, Polizeiinspektion Salzgitter / Peine / Wolfenbüttel), Heyfa Mesho (GaF) und André Greco (Medienpädagoge des Fachdienstes Kinder, Jugend und Familie, Stadt Salzgitter). | Foto: Stadt Salzgitter

Salzgitter. Im Rahmen des bundesweiten Aktionstags „Safer Internet Day 2026“ informierten die „MedienScoutZ“ der Gottfried-Linke-Realschule, der Hauptschule am Fredenberg sowie des Gymnasiums am Fredenberg am 10. Februar in der Jugend- und Kulturwerkstatt Forellenhof über aktuelle Gefahren im digitalen Raum. Darüber berichtet die Stadt Salzgitter in einer Pressemitteilung.



An interaktiven Mitmachstationen setzten sich rund 200 Mitschülerinnen und Mitschüler der sechsten und siebten Klassen mit Themen wie Fake News, Cybermobbing und dem Recht am eigenen Bild auseinander. Angesichts der zunehmenden Verbreitung und Nutzung Künstlicher Intelligenz (KI) werden Aufklärung und Sensibilisierung immer wichtiger.

Manipulierte Videos im Umlauf


Ein anschauliches Beispiel bildete ein vermeintliches Video aus einem Katastrophenszenario: Der Eiffelturm steht in Flammen, eine Reporterin berichtet live vor Ort. Dieses Video verbreitete sich rasant über die Plattform TikTok. Doch was viele nicht erkennen: Die Szene hat es aber nie gegeben. Das Video ist ein sogenannter Deepfake, ein mit Künstlicher Intelligenz erzeugtes und manipuliertes Video. Anhand dieses Beispiels verdeutlichten die „MedienScoutZ“, wie einfach sich täuschend echte Inhalte erstellen und verbreiten lassen.

Claudia Kramer, Polizeihauptkommissarin in der Polizeiinspektion Salzgitter / Peine / Wolfenbüttel und Beauftragte für Jugendsachen, wies darauf hin, dass die Möglichkeiten Künstlicher Intelligenz zunehmend missbräuchlich genutzt werden. So würden unter anderem Bilder von Mitschülern verfremdet und bearbeitet, teils sexualisierte Inhalte erstellt und ohne Einwilligung über soziale Netzwerke oder in Klassenchats verbreitet. Dies verletze nicht nur die Persönlichkeitsrechte anderer, sondern könne auch erhebliche rechtliche Konsequenzen nach sich ziehen.

Interaktive Mitmachstationen


Die „MedienScoutZ“ des Gymnasiums am Fredenberg informierten ihre Mitschülerinnen und Mitschüler an den interaktiven Stationen, wie manipulierte Bild- und Videoinhalte erkannt und Fake News (Falschmeldungen) hinterfragt werden können.

Die Gottfried-Linke-Realschule setzte ihren Schwerpunkt auf das Thema Cybermobbing. Dabei wurden unter anderem Fragen behandelt wie: Wo beginnt Mobbing? Welche Formen kann es annehmen? Und welche rechtlichen Folgen sind möglich?

Die „MedienScoutZ“ der Hauptschule am Fredenberg klärten über das Recht am eigenen Bild auf. Thematisiert wurden unter anderem die Voraussetzungen für das Fotografieren von Personen, die Veröffentlichung von Bildmaterial sowie mögliche rechtliche Folgen bei Verstößen.

Gleichaltrige als Ansprechpartner


Claudia Kramer betonte die besondere Bedeutung des Projektes: „Schülerinnen und Schüler wenden sich häufig eher an Gleichaltrige als an Erwachsene. Viele Betroffene sprechen nicht offen über ihre Erfahrungen. Das Dunkelfeld ist groß. Präventionsarbeit und frühzeitige Aufklärung sind daher entscheidend, um Betroffene zu schützen und Straftaten aufzuklären.“

André Greco, Medienpädagoge des Fachdienstes Kinder, Jugend und Familie, unterstreicht die Bedeutung: „Ein erheblicher Teil der Jugendlichen hat schon Erfahrungen mit Cybermobbing gemacht. In unserer zunehmend digitalen Lebenswelt ist es wichtig, soziale Kompetenzen zu stärken und den verantwortungsvollen Umgang mit Medien zu fördern. Genau hier setzt unser Projekt an, das wir aufgrund der positiven Resonanz selbstverständlich weiterführen.“

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