Salzgitter hat ein neues Jugendparlament

In einer konstituierenden Sitzung in der Kulturscheune in Lebenstedt trafen sich am Montag die neuen Mitglieder des Parlaments, um ihren neuen Sprecher und dessen Stellvertreter sowie einen Schriftführer zu wählen.

Die neuen und alten Mitglieder des Jugendparlamentes und ihre Gratulantinnen und Gratulanten.
Die neuen und alten Mitglieder des Jugendparlamentes und ihre Gratulantinnen und Gratulanten. Foto: Stadt Salzgitter

Salzgitter. Es gibt ein neues Jugendparlament der Stadt Salzgitter. In einer konstituierenden Sitzung in der Kulturscheune in Lebenstedt trafen sich am Montag die neuen Mitglieder des Parlaments, um ihren neuen Sprecher und dessen Stellvertreter sowie einen Schriftführer zu wählen. Das berichtet die Stadt Salzgitter in einer Pressemitteilung.


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Als ihre neue Sprecherin wählten die Mitglieder des Parlamentes die bisherige Stellvertretende Sprecherin Lara Duwe. Ihr Stellvertreter ist Akay Türel und Schriftführerin wurde Victoria Minch.

Bürgermeister gratulierte


Als Gratulantin und Gratulanten waren der Erste Bürgermeister Stefan Klein, von der Stadt Salzgitter Dezernent Dr. Dirk Härdrich, Gleichstellungsbeauftragte Simone Semmler und Jugendparlaments-Geschäftsführerin Deborah Gollbach in die Kulturscheune gekommen.
„Ihr seid die Partnerinnen und Partner des Erwachsenenparlamentes“, machte Klein den neuen Mitgliedern die Bedeutung des Jugendparlaments deutlich. „Weil wir im Rat Impulse von Euch bekommen, die wir sonst nicht hätten.“ Gollbach ergänzte: „Der Austausch mit der Politik ist für Euch ein wichtiger Punkt in den nächsten Jahren.“

Härdrich dankte den Jugendlichen für ihr Engagement: „Demokratie bedeutet immer auch Beteiligung und Engagement für das eigene Gemeinwesen!“ Zudem gäbe es immer die Notwendigkeit, die verschiedenen Meinungen engagiert auszutauschen, aber auch die Meinung der anderen Seite zu respektieren. Und der Kompromiss, die Einigung auf eine gemeinsame Lösung, das sei das Instrument, mit in einer Demokratie etwas bewegt werden könne.

Nach 2014, 2016, 2018 und 2020 nimmt nun das fünfte Jugendparlament in Salzgitter seine Arbeit auf. Es besteht aus 13 Salzgitteranerinnen und Salzgitteranern im Alter zwischen 14 und 20 Jahren. Darunter auch sechs Jugendliche, die bereits während der 4. Wahlperiode im Jugendparlament vertreten waren.

Alte Mitglieder verabschiedet


Aber auch die alten Mitglieder wurden verabschiedet. „Ihr habt gute Arbeit geleistet, trotz der schwierigen Bedingungen während der Pandemie“, lobte die Geschäftsführerin des Jugendparlamentes die ehemaligen Parlamentarierinnen und Parlamentarier. „Es war schön, Euch an dieser Aufgabe wachsen zu sehen“, fügte sie hinzu. Sie nannte als Beispiele, das dank des Engagements der Jugendlichen eine Umfrage mit über 300 Teilnehmenden zum Projekt „Bau einer Pumptrackanlage in Gebhardshagen“ durchgeführt werden konnte, deren Ergebnisse in die Arbeit der Arbeitsgruppe, an welcher auch das Jugendparlament teilnahm, miteinbezogen worden sind; das Weihnachtsprojekt 2020 des Parlaments: Die Anti-Rassismus-Kampagne im Rahmen von „Black Lives Matter“, bei dem sie mit großen Plakaten im gesamten Stadtgebiet und dem Aufruf zu einer Plakataktion ein Statement für mehr Respekt und Gleichbehandlung setzten. Gollbach sprach aber auch das Engagement der Jugendlichen in Sachen „Weiterentwicklung Salzgittersee“ an, die eine Prüfung von Flächen am Salzgittersee zur Nutzung unter anderem als Skateplatz und für Graffitiflächen forderten, die vom Rat dann beschlossen wurde.

Was macht das Jugendparlament?


Das Jugendparlament tagt acht Mal im Jahr öffentlich. Es nimmt Anregungen und Wünsche der Kinder und Jugendlichen aus Salzgitter entgegen, erarbeitet Lösungsmöglichkeiten, die in Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung umgesetzt oder dem Rat oder den Fachausschüssen zugeleitet werden. Es wird bei Maßnahmen der Verwaltung und des Rates, die die Interessen der Kinder und Jugendlichen betreffen, beteiligt. Das Jugendparlament kann außerdem themenbezogen offene Arbeitsgruppen einrichten, die sich näher mit einer Fragestellung befassen. An ihnen können sich außerdem alle Jugendlichen aus Salzgitter beteiligen.


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