Barum. An der St. Nicolai-Kirche in Barum wurde heute in einer feierlichen Stunde eine Geschichts- und Erinnerungstafel eingeweiht, die an die im Ersten Weltkrieg gefallenen Barumer erinnert. Sie wurde im zurückliegenden Schuljahr von Schülern des 12. Jahrganges der IGS Salzgitter erarbeitet.
Wie die Stadt Salzgitter in einer Mitteilung berichtet, handelt es sich dabei um ein Projekt, das durch den Bildungsreferenten des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V., Dr. Rainer Bendick unterstützt wird. Forschungsobjekt war das Kriegerdenkmal an der St. Nicolai-Kirche. Anhand des Denkmals haben sich die teilnehmenden Schülerinnen und Schüler inhaltlich mit dem Kriegsende 1918, der verdrängten Niederlage sowie der „Dolchstoßlegende“ und der damaligen Presseberichterstattung zum Kriegsende 1918 auseinandergesetzt.
Spenden finanzierten Projekt
Ergebnis dieses Projektes ist die Tafel, die Besucher der Kirche zum geschichtlichen Hintergrund des Kriegerdenkmals informiert. Die Kosten in Höhe von etwa 1.200 Euro haben die Braunschweigische Sparkassenstiftung und das Netzwerk „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ als Sponsoren übernommen.
Dritte Tafel
Diese Tafeleinweihung war schon die Dritte dieser Art. In den vergangenen beiden Jahren wurden zwei Tafeln auf dem Alten Friedhof in Lebenstedt (zu dort befindlichen Kriegsgräbern aus dem Zweiten Weltkrieg sowie zu einem Kriegerdenkmal, welches an den deutsch-französischen Krieg 1870/1871 erinnert) eingeweiht.
Die IGS Salzgitter hat das Projekt „Geschichts- und Erinnerungstafel“ mittlerweile ins Curriculum des gesellschaftswissenschaftlichen Profils aufgenommen. Auch im aktuellen Schuljahr ist ein solches Projekt geplant. Die Einweihung der Tafel wurde mit einem Vortrag von Prof. Dr. Gerd Krumeich abgerundet, der in der Aula der IGS Salzgitter über „Die unbewältigte Niederlage. Das Trauma des Ersten Weltkriegs und die Weimarer Republik“ referierte.