Stadt unterstützt die Marte-Meo-Methode in den Kitas


In den Kitas können Kinder mit der Marte-Meo-Methode gefördert werden. Symbolbild: Sandra Zecchino
In den Kitas können Kinder mit der Marte-Meo-Methode gefördert werden. Symbolbild: Sandra Zecchino | Foto: Sandra Zecchino

Salzgitter. Seit fünf Jahren wird die Marte-Meo-Methode in vielen Kitas der Stadt angewandt. Der Fachdienst Kinder, Jugend und Familie dankte jetzt in einer Feierstunde im Käthe-Kollwitz-Haus am Fredenberg den zahlreichen Teilnehmern, die ihre "Practitioner"-Ausbildung absolviert haben. Das teilte die Stadt Salzgitter in einer Pressemitteilung mit.


Es wurde ein vom städtischen Medienzentrum erstellter Film präsentiert, in dem die Umsetzung dieser besonderen Methode für Entwicklungsunterstützung vorgestellt wird. Der Film ist sowohl auf You Tube (https://youtu.be/DBsbFvkUKjsals) als auch auf der Facebookseite (www.facebook.com/salzgitter.de/videos/306521609956532/) der Stadt Salzgitter abrufbar.

Die Nachfrage nach Fortbildungen und Schulungen im Marte-Meo-Feld boome. Bisher haben sich über 100 pädagogische Fachkräfte im Stadtgebiet zum sogenannten "Practitioner" ausbilden lassen. Das heißt, sie üben ihren sozialen Beruf, wie zum Beispiel Erzieher/in, Tagespflegeperson, Schulsozialarbeiter/in, Heilpädagoge/in aus und integrieren die Methode in ihren Berufsalltag.

Marte Meo im Alltag


Eine Besonderheit in Salzgitter liegt im Marte-Meo-Bereich des Familienzentrums "Die Stiftsmäuse" in Steterburg. Es ist einer der zahlreichen am Programm teilnehmenden Kindergärten Salzgitters und außerdem die einzige "Marte-Meo-Konsultationskita" in Niedersachsen. Konsultationskitas stehen pädagogischen Fachkräften als Informations- und Besuchszentrum zur Verfügung, da sie als Ort der "best pracitice" in ihrem Fachgebiet modellhaft wirken können. Hier erleben die Besucher/innen, wie Marte Meo in einer Kita im Alltag praktiziert wird und wirkt.

Methode in fast vierzig Ländern verbreitet


Bereits in den 80er Jahren wurde die Marte-Meo-Methode von der Sonderpädagogin Maria Aarts in den Niederlanden entwickelt. Sie arbeitete damals mit autistischen Kindern. Heute ist die Methode in fast vierzig Ländern, darunter auch Deutschland, verbreitet. Sie ist bei Erzieherinnen und Erziehern im Bereich Kindergarten so beliebt, weil sie ihnen hilft, Kinder nach ihren Möglichkeiten und ihren Ressourcen zu fördern. Die Methode entstand aus der Notwendigkeit heraus, Eltern und Erzieher/innen mit einfachen Worten, hilfreiche, konkrete und alltagstaugliche Informationen zu geben, wie sie mit Kindern mit besonderen Bedürfnissen entwicklungsfördernd umgehen können. Denn für viele Eltern, die Unterstützung benötigen, sind Beraterleistungen oft zu abstrakt und schwer umsetzbar.

Durch die Marte-Meo-Methode, die intensiv mit Videoaufnahmen arbeitet, verstehen und sehen die Eltern und Erzieher/innen sofort, was das Kind schon alles kann und was es für seine Entwicklung als nächstes braucht. So kann unmittelbar deutlich gemacht werden, was die Erwachsenen im Alltag oder in der intensiven Förderung konkret tun können.


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