Stehen an dieser Kreuzung bald zwei neue Blitzer?

Die Stadtverwaltung will an dieser Stelle in Salzgitter Rotlicht-Verstöße und Geschwindigkeitsüberschreitungen fotografieren.

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Symbolfoto.
Symbolfoto. | Foto: Rudolf Karliczek

Salzgitter. An der Kreuzung Ludwig-Erhard-Straße und Peiner Straße in Salzgitter könnten bald zwei neue Blitzer stehen. So plant es jedenfalls die Stadtverwaltung.



Der städtische Fachdienst Sicherheit, Recht und Ordnung hat jetzt eine Beschlussvorlage eingereicht, wonach "zwei stationäre Anlagen zur Rotlichtüberwachung mit integrierter Geschwindigkeitsmessung" zu beschaffen seien. Diese Kombi-Blitzer, die sowohl Rotlicht-Verstöße als auch Geschwindigkeitsüberschreitungen erfassen, sollen an der Kreuzung stehen, an der es von der Ludwig-Erhard-Straße nördlich nach Broistedt und Lengede und südlich nach Engelnstedt geht.

Anschaffungskosten spielen die Blitzer schnell wieder ein


Die Verwaltung kalkuliert mit Investitionskosten von 200.000 Euro für beide Anlagen plus 20.000 Euro für den Anschluss an die Stromversorgung. Die Geräte würden diese Summe aber relativ schnell wieder einspielen. Die Verwaltung rechnet mit 50.000 Euro an Mehreinnahmen durch Bußgelder pro Jahr. Zuvor würde das Projekt aus bereitgestellten Haushaltsmitteln für die Kampagne „sicher & sauber 2.0“ finanziert werden.

Mit der Installation der neuen Blitzer würde die Verwaltung unter anderem auf die im "Stadtgebiet zunehmend gestiegenen Rotlichtverstöße" reagieren, heißt es in der Vorlage. Die Anzahl der Verkehrsunfälle aufgrund von Rotlichtverstößen in Salzgitter sei hoch und habe in den vergangenen Jahren deutlich zugenommen.

Unfallträchtige Kreuzung


Polizei und Verwaltung hatten die Kreuzung in Engelnstedt als einen der besonders unfallträchtigen Standorte identifiziert. Eine Auswertung der Jahre 2022 bis 2024 habe gezeigt, dass dort insgesamt sieben Unfälle durch Rotlichtmissachtungen verursacht wurden – fünf davon mit Fahrrichtung stadtauswärts, zwei auf die Fahrtrichtung Peiner Straße Richtung Lengede. Diese Fahrtrichtungen sollen durch die geplanten Überwachungsanlagen abgedeckt werden.

Der Beschlussvorschlag der Verwaltung wird zunächst in den Fachausschüssen diskutiert. Eine Entscheidung fällt der Rat der Stadt.

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