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Tag der Organspende - Helios Klinikum Salzgitter setzt sich ein



Tag der Organspende - Helios Klinikum Salzgitter setzt sich ein

Dr. Ralph Tellkamp berichtet über seine Erfahrungen mit dem Thema.

in Spenderorgan kann Leben retten. Dr. Ralph Tellkamp, Chefarzt der Klinik für Anästhesiologie, Intensivmedizin und Schmerztherapie am Helios Klinikum Salzgitter möchte die Organspende in der Region voranbringen.
in Spenderorgan kann Leben retten. Dr. Ralph Tellkamp, Chefarzt der Klinik für Anästhesiologie, Intensivmedizin und Schmerztherapie am Helios Klinikum Salzgitter möchte die Organspende in der Region voranbringen. Foto: Helios Klinikum Salzgitter

Salzgitter. Am kommenden Samstag ist Tag der Organspende. Auch in der Helios Klinik Salzgitter werden Organspenden durchgeführt. Dr. Ralph Tellkamp, Chefarzt der Klinik für Anästhesiologie, Intensivmedizin und Schmerztherapie macht sich für das Thema stark. Das Thema beschäftige viele Menschen; Organspende ja oder nein. „Egal wofür man sich am Ende entscheidet, wichtig ist es, den eigenen Willen zu bekunden – zum Beispiel mit einem Organspendeausweis“, erklärt er. Darüber berichtet das Klinikum in einer Pressemitteilung.



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Rund 9.000 schwer erkrankte Menschen warten in Deutschland auf ein lebensrettendes Spenderorgan. Doch nur den wenigsten von ihnen kann durch eine Lebendspende geholfen werden. Die meisten Organtransplantationen erfolgen, nachdem der Tod des Spenders festgestellt wurde.



Betroffene seien oft sehr dankbar


„Eine Organspende ist ein großartiges Geschenk – eine Chance auf ein neues Leben. Organempfänger und Familienangehörige wissen diesen Akt der Nächstenliebe zu schätzen“, sagt der Chefarzt. Oft würden die Betroffenen ewige Dankbarkeit gegenüber den Menschen verspüren, die mit einer Organspende geholfen haben, denjenigen, die sich zu Lebzeiten für eine Organspende entschieden haben und allen Menschen, die sich Gedanken machen über das Thema Organspende. Auch wenn die Identität des Spenders anonym bleibe.


Im Helios Klinikum Salzgitter sind neben Dr. Ralph Tellkamp noch ein weiterer Arzt der Intensivstation und eine Pflegekraft speziell für alle Fragen zur Organspende ausgebildet. Menschen erhalten die Chance auf ein lebensrettendes Organ oft erst dann, wenn ein anderes Leben erlösche und sämtliche lebenserhaltende Funktionen, die Atmung, das Bewusstsein und Sinneswahrnehmungen nicht mehr stattfinden. „Nur durch die künstliche Beatmung und die Behandlung auf einer Intensivstation ist es möglich, dass bestimmte Körper- und Organfunktionen für eine Zeit nach dem Eintritt des irreversiblen Hirnfunktionsausfalls erhalten bleiben“, erklärt Henning Bolle von der Deutschen Stiftung für Organtransplantationen, Region Nord.

Die rechtliche Lage



Rechtliche Voraussetzungen für eine postmortale Organspende ist neben der Feststellung des Hirntodes die Einwilligung des Verstorbenen zu Lebzeiten. Dies kann mündlich oder schriftlich mitgeteilt werden. Die Entscheidung des Verstorbenen ist bindend. Wenn sich nach einer schweren Gehirnverletzung jeder Art abzeichnet, dass der irreversible Hirnfunktionsausfall zu erwarten ist oder eintritt, werden die Ärzte der Intensivstation das Gespräch mit den Angehörigen suchen. Sie sind nach dem Gesetz verpflichtet, den Patientenwillen zur Organspende festzustellen.

Wenn weder eine schriftliche Verfügung, wie etwa der Organspendeausweis oder eine Patientenverfügung, noch eine ausdrückliche Ablehnung durch den Patienten vorliegt, werden zunächst die Angehörigen nach dem bekannten tatsächlichen oder mutmaßlichen Willen des Verstorbenen befragt. Seit dem 1. März 2022 ist zudem eine Auskunft aus dem Register für Erklärungen zur Organ- und Gewebespende zu der Frage einzuholen, ob der Patient eine Erklärung zur Organ- und Gewebespende abgegeben hat. Deshalb sei es sinnvoll, sich zu Lebzeiten mit diesem Thema auseinanderzusetzen und die eigene Entscheidung möglichst schriftlich mitzuteilen, um nicht den ohnehin durch den Todesfall schwer belasteten An- gehörigen die Entscheidung aufzuerlegen, erklärt Dr. Christian Wagener von der Rechtsabteilung des Helios Klinikums Salzgitter.

Den Angehörigen die Last nehmen


Das Gespräch mit den Angehörigen soll deswegen einerseits über eine mögliche Organspende informieren. Andererseits soll es die Betroffenen in dieser schweren Phase emotional begleiten. „Wir möchten damit erreichen, dass die Familie eine stabile Entscheidung im Sinne des Verstorbenen trifft“, führt Dr. Ralph Tellkamp fort. Wer also bereits zu Lebzeiten die eigene Entscheidung zum Thema Organspende schriftlich oder zumindest mündlich mitteilt, kann seinen Angehörigen diese Last nehmen. Dabei gibt der Organspendeausweis die Möglichkeit, einer Organ-Gewebespende zuzustimmen, sie abzulehnen oder auch einzelne Organe oder Gewebe für eine Spende ausschließen. Für alle Interessierten, die noch keinen Organspendeausweis besitzen, stelle das Helios Klinikum Salzgitter ab dem 4. Juni an der Information im Erdgeschoss kostenlos Ausweise und Infomaterial zur Verfügung.


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