Theaterprojekt stärkt Kinder und macht Mut, Nein zu sagen

Hier geht es darum, Kinder vor sexualisierter Gewalt zu schützen. Mehrere Grundschulen der Stadt haben daran teilgenommen.

von Rudolf Karliczek


Das Theaterprojekt "Geheimsache Igel" war an Grundschulen in Salzgitter im Einsatz.
Das Theaterprojekt "Geheimsache Igel" war an Grundschulen in Salzgitter im Einsatz. | Foto: Rudolf Karliczek

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Salzgitter. Kinder stärken, ihre Grenzen respektieren und sie vor sexualisierter Gewalt schützen – das ist das Ziel des Theaterprojekts „Geheimsache Igel“, das in diesem Jahr erneut an mehreren Grundschulen in Salzgitter durchgeführt wurde. Auf kindgerechte, einfühlsame und zugleich humorvolle Weise vermittelt das Präventionsprojekt wichtige Botschaften über Selbstbestimmung, Kinderrechte und den respektvollen Umgang miteinander.



Im Mittelpunkt steht die Botschaft: Jedes Kind hat das Recht, eigene Grenzen zu setzen und „Nein“ zu sagen. Gleichzeitig sollen die Mädchen und Jungen lernen, auch die Gefühle, Bedürfnisse und Grenzen anderer Menschen wahrzunehmen und zu respektieren.

Kinder frühzeitig stärken


Gerade sexualisierte Gewalt gegen Kinder ist ein sensibles Thema, das häufig im familiären oder sozialen Umfeld stattfindet. Umso wichtiger ist es, Kinder frühzeitig zu stärken und ihnen altersgerechte Möglichkeiten aufzuzeigen, ihre eigenen Gefühle ernst zu nehmen und sich bei unangenehmen Situationen Hilfe zu holen.

Das vom Amatamia Theater entwickelte Stück „Geheimsache Igel“ setzt dabei bewusst auf einen spielerischen Zugang. Statt Angst zu erzeugen, sollen die Kinder durch eine spannende Geschichte, Humor und verständliche Botschaften ermutigt werden, selbstbewusst für ihre Rechte einzustehen.

Erfolgreiches Präventionsprojekt kehrt zurück nach Salzgitter


Bereits 2019 wurde „Geheimsache Igel“ mit großem Erfolg an mehreren Schulen in Salzgitter aufgeführt. In den Jahren 2020 und 2021 musste das Projekt aufgrund der Corona-Pandemie pausieren. In den vergangenen vier Jahren konnte die wichtige Präventionsarbeit wieder aufgenommen und fortgeführt werden.

Auch 2026 beteiligten sich erneut mehrere Grundschulen aus dem Stadtgebiet. Dazu gehörten die Grundschule am Ostertal mit der Außenstelle Salder, die Grundschule Steterburg, die Grundschule am Ziesberg mit der Außenstelle Waldschule, die Grundschule am See sowie die Grundschulen Fredenberg und Hallendorf.

Kinder stärken, bevor Grenzen überschritten werden


Initiator Olaf Krätke legt mit dem Theaterprojekt besonderen Wert darauf, Kindern ihre Rechte verständlich und ohne erhobenen Zeigefinger näherzubringen. Die jungen Zuschauerinnen und Zuschauer sollen erfahren, dass ihre Gefühle wichtig sind und sie selbst entscheiden dürfen, welche Nähe sie zulassen möchten.

Dabei geht es nicht nur darum, Gefahren zu erkennen, sondern vor allem darum, Selbstvertrauen aufzubauen und Kinder in ihrer Persönlichkeit zu stärken.

Das Projekt zeigt, wie kulturelle Bildungsangebote einen wichtigen Beitrag zur Gewaltprävention leisten können. Mit „Geheimsache Igel“ wird ein schwieriges, aber gesellschaftlich bedeutsames Thema auf eine Weise aufgegriffen, die Kinder erreicht, sensibilisiert und ihnen Mut macht.

Weitere Informationen zum Theaterprojekt: https://amatamia.jimdosite.com/geheimsache-igel/

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