Wolfenbüttel

Schäfer sorgt für eine umweltfreundliche Landschaftspflege


Ulrike Siemens, Bernhard Brockmann (Cremlinger Grüne) und Schäfermeister Christoph Bokelmann mit seinen Hunden. Foto: Diethelm Krause-Hotopp
Ulrike Siemens, Bernhard Brockmann (Cremlinger Grüne) und Schäfermeister Christoph Bokelmann mit seinen Hunden. Foto: Diethelm Krause-Hotopp Foto: Diethelm Krause-Hotopp(Diethelm Krause-Hotopp

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19.05.2016


Cremlingen. Seit 1980 hat die Familie Bokelmann die Wiesen in den Herzogsbergen und im Schandelaher Wohld gepachtet und bewirtschaftet sie im Moment mit ca. 500 Schafen. Die Cremlinger Grünen trafen sich nun mit Schäfermeister Christof Bokelmann, um vom Fachmann zu erfahren, wie heutige Schäferei in unserer Gemeinde aussieht.

In den Monaten April bis ca. Ende September pendelt der Schäfer mit seiner Herde im 4-6 Wochenrhythmus zwischen den beiden Weidegebieten. Durch die Beweidung wird eine Verbuschung der Landschaft verhindert. Da auf jegliche Pflanzenschutzmittel und Dünger verzichtet wird, sind die Wiesen viel artenreicher als Wiesen, die herkömmlich bewirtschaftet werden. „Wir sollten noch zusätzliche Hinweisschilder aufstellen, um die Besucher über die Arbeit des Schäfers zu informieren und so Verständnis für seine wichtige Arbeit zu bewirken“, meint Ulrike Siemens von den Cremlinger Grünen. Leider wissen immer noch nicht alle Besucher der Herzogsberge und des Wohlds, dass sie die vom Schäfer gepachteten Flächen nicht betreten dürfen (§ 23 des Niedersächsischen Gesetzes über den Wald und die Landschaftsordnung). Daher ist er auch befugt, Besucher von seinen Flächen zu verweisen. Zum Glück sind viele Menschen einsichtig, bleiben auf den Wegen und führen ihre Hunde an der Leine. „Wo Hunde abkoten und urinieren, fressen die Schafe keine Pflanzen mehr. Außerdem bringen umherstreifende Hunde große Unruhe in die Herde“, so Christoph Bokelmann. Die Grünen sind froh, dass durch den Einsatz der beiden Feldhüter etwas Ruhe in das Gebiet gekommen ist und immer noch unwissende Personen informiert werden können. „Unser Schäfer sollte für seinen Beitrag zum Naturschutz mehr Anerkennung bekommen, er leistet hervorragend Arbeit“, so Bernhard Brockmann, Ortsbürgermeister von Abbenrode, nach dem Besuch.


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