Schlag gegen Automatensprenger: Innenministerium meldet 13 Festnahmen

Bei internationalen Durchsuchungen ist der Polizei ein Schlag gegen Automatensprenger gelungen. In den vergangenen Monaten war es auch in der Region immer wieder zu derartigen Verbrechen gekommen.

Auch in der Region kam es , wie hier in Salzgitter, immer wieder zu Automatensprengungen.
Auch in der Region kam es , wie hier in Salzgitter, immer wieder zu Automatensprengungen. Foto: Rudolf Karliczek

Hannover. Nachdem das Niedersächsische Innenministerium offiziell am gestrigen Dienstag den Geldautomatensprengern den Kampf angesagt hat, wurden noch am selben Tag mehrere Objekte in vier Bundesländern, sowie den Niederlanden durchsucht. Wie das Niedersächsische Innenministerium in einer Pressemitteilung bekannt gibt, kam es dabei auch zu 13 Festnahmen.


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Sprengungen von Geldautomaten beschäftigen Justiz- und Polizeibehörden in ganz Deutschland. Jetzt gelang deutsch-niederländischen Ermittlungskräften unter Koordination der Zentralen Kriminalinspektion Osnabrück und der Staatsanwaltschaft Osnabrück ein bundesweiter Coup. Am gestrigen Dienstag durchsuchten nach Angaben des Niedersächsischen Innenministeriums in einer konzertierten internationalen Polizei- und Justiz-Aktion rund 100 Beamtinnen und Beamte aus Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, Rheinland-Pfalz, Hessen und den Niederlanden 16 Objekte, darunter Geschäfts- und Wohnadressen sowie Adressen von Fahrzeugverleihfirmen. Weitere zwölf zum Verfahren gehörende Objekte seien bereits Tage zuvor durchsucht worden. 13 mutmaßliche Geldautomaten-Sprenger konnten im Zusammenhang mit den Ermittlungskomplexen insgesamt festgenommen werden.

"Herausragender Ermittlungserfolg"


Der Niedersächsische Minister für Inneres und Sport, Boris Pistorius, sagt zu dem heutigen Ermittlungserfolg: „Dieser von der Polizeidirektion Osnabrück koordinierte, internationale Schlag gegen mehrere Geldautomatensprenger und deren Mittelsmänner ist ein herausragender Ermittlungserfolg. Mein Dank gilt allen Einsatzkräften und Ermittlern, die das in dieser Form möglich gemacht haben. Insbesondere wegen der zunehmend genutzten gefährlichen Festsprengstoffe und wegen des skrupellosen Vorgehens der Täter werden diese Taten auch für Unbeteiligte immer gefährlicher, teils lebensgefährlich."

"Auch wenn diese von den Tatorten mit bis zu 300 km/h ohne Rücksicht auf andere Verkehrsteilnehmer fliehen, kann das zu furchtbaren Unfällen führen. Die Durchsuchungen und Festnahmen der vergangenen Tage und Wochen haben gezeigt, dass wir mit polizeilichen Mitteln, internationaler Zusammenarbeit und konsequentem Vorgehen nicht hilflos gegen diese Form des Verbrechens sind", so Pistorius weiter. Das sei auch der Grund gewesen, warum sich der Innenminister in den vergangenen Wochen mit der Bankenwirtschaft getroffen habe. Politik und Banken arbeiteten nach Aussage des Ministers aktuell daran, Geldautomaten sicherer zu gestalten.


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