Wolfsburg. Die Bundespolizeiinspektion Flughafen Hannover hat am heutigen Dienstag im Auftrag der Staatsanwaltschaft Braunschweig sechs Durchsuchungsbeschlüsse und einen Haftbefehl im Zusammenhang mit einem Verfahren wegen des Verdachts des Einschleusens von Ausländern, des Verschaffens falscher amtlicher Ausweise und weiterer Urkundendelikte vollstreckt. Der örtliche Schwerpunkt des Einsatzes lag in Wolfsburg. Daneben war auch Hamburg ein weiterer Einsatzort der heutigen Maßnahmen.
Wie die Bundespolizei in einer Pressemitteilung berichtet, sei aufgrund von Fluchtgefahr ein U-Haftbefehl gegen den Hauptbeschuldigten
vollstreckt worden. Dieser konnte nach Abschluss der Durchsuchungsmaßnahmen dem zuständigen Haftrichter vorgeführt werden.
Bundespolizei ermittelt seit 2024
Der Ermittlungsdienst der Bundespolizeiinspektion Flughafen Hannover ermittelt bereits seit 2024 gegen die Tatverdächtigen im Alter von 25 bis 31 Jahren. Ersten Erkenntnissen zufolge handelt es sich beim Modus Operandi um sogenannte Garantieschleusungen. Dabei werden Personen so lange mit gefälschten Dokumenten ausgestattet, bis eine erfolgreiche Einreise nach Deutschland erfolgt ist. Auf dem Mobiltelefon des Hauptbeschuldigten wurden in diesem Zusammenhang zahlreiche Dokumente aufgefunden.
Als Beweismittel konnten verschiedene Datenträger, wie Mobiltelefone, Laptops und Speichermedien aufgefunden und sichergestellt werden.

