Braunschweig. Der Schoduvel 2026 steht vor der Tür. Der nach Angaben der Veranstalter viertgrößte Karnevalszug Deutschlands schlängelt sich am Sonntag, 15. Februar, durch die Braunschweiger Innenstadt. Bereits zum 48. Mal findet die Traditionsveranstaltung statt. Dabei setzt man auf viel Bewährtes, aber auch einige Neuheiten. regionalHeute.de hat für Sie die wichtigsten Informationen rund um den Karnevalszug zusammengefasst.
Los geht es am Sonntag in zwei Wochen um 12.40 Uhr auf dem Europaplatz. Vier Stunden lang wird der Karnevalszug unter dem Motto „Der Schoduvel kommt mit voller Macht, die Sicherheit hält alles sacht“ durch die Straßen rollen. Mehr als 130 große Motivwagen verspricht der Veranstalter, das Komitee Braunschweiger Karneval. 30 Tonnen Süßigkeiten und Spielzeug werden in die Menge geworfen, darunter 5.000 Bälle. Auch zahlreiche Musikzüge und Tanzgruppen aus der gesamten Region sind mit dabei. Die komplette Aufstellung des Zuges findet man hier.
Weiterhin die Ausweichroute
Da die Stadthalle als traditioneller Veranstaltungsort der abschließenden Zugparty weiterhin nicht zur Verfügung steht, folgt der Zug auch in diesem Jahr der Ausweichroute. Das heißt: Magnitorwall und Leonhardstraße gehen wieder leer aus. Vom Bohlweg, der sich laut Veranstalter seit 2023 zum Haupttreffpunkt entwickelt hat, biegt der Zug dann auf Höhe des ehemaligen Kaufhof-Gebäudes rechts ab. Der Schoduvel endet dort, wo er beginnt: an der Volkswagen Halle. Auch bei der Anreise gibt es einiges zu beachten, denn große Teile der Innenstadt sind für den Autoverkehr gesperrt.

Unser Plan zeigt den Streckenverlauf für den Karnevalsumzug in Braunschweig. Foto: Matthias Kettling
Einer der Ehrengäste ist Niedersachsens Ministerpräsident Olaf Lies, der zum ersten Mal in dieser Funktion teilnimmt. Doch auch der CDU-Landesvorsitzende Sebastian Lechner wird mit dabei sein. Innenministerin Daniela Behrens hat sich ebenfalls angekündigt - mit Braunschweigs Polizeipräsident Thomas Ring als Verstärkung.
Eine deutlich weitere Anreise werden die Karnevalsfreunde aus Braunschweigs Partnerstadt Sousse in Tunesien haben. Nachdem es im vergangenen Jahr an organisatorischen Gründen scheiterte, will man 2026 unbedingt beim Schoduvel mitlaufen. Erstmals mit einem eigenen Motivwagen dabei ist die Diakonische Gesellschaft Wohnen und Beraten. Man wolle damit auf das Angebot für und die Situation von Obdachlosen aufmerksam machen. Die Johanniter setzen dagegen auf einen "Zweitwagen". Sie sind ab diesem Jahr zusätzlich mit einem "schnellen Einsatzfahrzeug" im Zug vertreten.
Sich selbst verkleiden
Beim Schoduvel geht es nicht nur ums Sehen, sondern zunehmend auch ums Gesehenwerden. Immer mehr Zuschauer verkleideten sich aufwendig und inszenierten sich als Gruppen. Als zusätzliche Motivation, verkleidet mitzumachen, gibt es den Zuschauerwettbewerb des Zugmarschalls. Bei der Zugparty werden die besten Zuschauergruppen auf der Bühne präsentiert, gefeiert und belohnt. Mehr lesen Sie hier.
Party bis zum Abend
Die Zugparty in der Volkswagen Halle geht bis etwa 22 Uhr. Moderator Jens Kluck und ein DJ sollen für Stimmung sorgen. Diesmal gibt es sogar Live-Musik mit dem jungen Schlagzeuger Jona aus Gifhorn. Auf der Bühne sind auf einer Leinwand Highlights des Schoduvels zu sehen. Zudem soll die Verlegung des VIP-Bereichs für mehr Platz für Polonaisen sorgen.
Band als Fahrkarte
Das Sympathieband sorgt wie gewohnt für freien Eintritt. Das Band ist am Sonntag auch Fahrausweis für Bus, Tram und Bahn in der gesamten Region Braunschweig, von Gifhorn bis Goslar, von Peine bis Helmstedt. Mehr dazu lesen Sie hier.
Apropos Zugparty: Hier werden nicht nur die kreativsten Zuschauer, sondern auch Teilnehmer ausgezeichnet. Die Originellsten und Kreativsten werden auf die Bühne geholt und mit insgesamt sieben Preisen belohnt. Wer jubeln kann, entscheidet eine Jury mit Logenplatz auf dem Balkon des Altstadtrathauses. Allein drei Preise gehen an die besten Musikgruppen. Außerdem ausgezeichnet werden die beste Fußgruppe, die beste Jugendgruppe und der schönste Wagen, der von Laiengruppen entworfen und gebaut wurde. Den großen Wanderpokal "Jeckenpott" stiftet Braunschweigs Oberbürgermeister. Vergeben wird er für den besten Beitrag der drei Karnevalsgesellschaften.
Schoduvel im Fernsehen
Wer nicht mit dabei sein kann, den Schoduvel aber am Fernseher verfolgen möchte, für den ist auch gesorgt. Auch in diesem Jahr überträgt der NDR ab 13 Uhr rund drei Stunden lang live. Drei Kameras dokumentieren das Geschehen mit vielen O-Tönen der Aktiven und Zuschauer. Britta von Lucke und Co-Moderator André Ehlers von der Karneval-Vereinigung der Rheinländer erzählen über das Brauchtum und über die Gruppen, Spielmannszüge und Wagen.
