whatshotTopStory

Schüler wurden zu Firmenbossen

von Robert Braumann


Die Schüler der Großen Schule stellten sich der umfassenden Herausforderung. Foto/Video: Braumann
Die Schüler der Großen Schule stellten sich der umfassenden Herausforderung. Foto/Video: Braumann Foto: Braumann

Artikel teilen per:

26.01.2017

Wolfenbüttel. Einmal an der Spitze einer Firma stehen und die komplexen Wechselwirkungen zwischen Einzelunternehmen und Gesamtwirtschaft kennenlernen - mit dem Planspiel MIG rückten Schüler der Großen Schule genau in diese Position.



In einer Zeit gravierender Umbrüche in Wirtschaft und Gesellschaft sei Orientierung notwendiger denn je. Wichtige Orientierungshilfen, besonders für Schüler seien praxisnahe Informationen über wirtschaftliche Zusammenhänge. Deshalb führe das Bildungswerk der niedersächsischen Wirtschaft gemeinnützige GmbH seit vielen Jahren das Management-Information-Game (MIG) mit Schülerinnen und Schülern der 10. bis 12. Klassen regionaler Gymnasien durch. Ziel dieses Seminars ist es, die Teilnehmer mit den vielfältigen und zum Teil komplexen Wechselwirkungen zwischen Einzelunternehmen und Gesamtwirtschaft vertraut zu machen, hieß es von den Veranstaltern.

Umfassende Vorstellung


Im Rahmen des einwöchigen Planspieles verließen die Schüler für eine Woche die schulische Umgebung und fanden sich bei MKN in Wolfenbüttel ein, die als Gastgeber den richtigen Rahmen mit Tagungsräumen, Material und Verpflegung stellte. Im Rahmen des PC-gestützten Planspiels MIG übernahmen die Teilnehmenden die Rollen von Vorständen und konkurrierenden Aktiengesellschaften. Durch Planung, zielgerichtetes Entscheiden von Absatzzahlen, Vertriebswegen, Produktions- und Zukaufsmengen, Ausbildungs- und Entwicklungsaufwendungen bis hin zur Plan-, Erfolgsrechnung und Preiskalkulation galt es im Wettbewerb auf unterschiedlichen Märkten zu bestehen. Zum Abschluss wurde ein Marketingkonzept für ein Waffeleisen der Zukunft, im Rahmen eines Präsentationsabends einer Jury aus Vertretern der Wirtschaft und aus Eltern dargestellt.

Drei elementare Pfeiler beinhaltet laut Spielleiter Dominik Koeppen das MIG: Grundlegende Informationen zu Börse, Gewinn- und Verlustrechnung, dann geht es um das Planspiel an sich. Der dritte Teil ist dann die Marketing-Vorstellung. Die "Vorstände" präsentierten dann ihre Produkte.

Die Waffeln der Zukunft


Mr. Waffel präsentierte den Waffle-o-mat, Finger verbrennen und Teig auslaufen, sollte mit ihm der Vergangenheit angehören. Mit dem Automaten sollten ganz individuelle Produkte entstehen. Mit einer App sollte man bestellen können, Rezepte bekommen und das Gerät direkt steuern. Als Promoaktion hatte sich die Gruppe überlegt, die größte Waffel der Welt zu backen.

[image=5e176bed785549ede64d8fe4]


Die Firma Tujuh startete mit einem Film um ihren SwitchBaker vorzustellen. Mit ihm soll der Kunde Crepes und Waffeln backen können. Mit einem Griff könne man die fertige Waffel herausnehmen und würde sich so nicht mehr die Finger verbrennen. Auch hier gab es eine App, eine Aufladestation und Star-Koch Steffen Henssler wurde als Pate präsentiert, natürlich alles rein fiktiv. Neben einem selbst gebauten Prototypen, gab es am Ende der Präsentation auch Waffeln für die Jury.



Die letzte Gruppe, BKD, Beste Küchen Deutschland, hatte denWaffeltraum im Gepäck, mit ihm sollte man drei Waffeln auf einmal backen können. Dies würde auf kleinen Blechen passieren, die individuell gestaltet sein könnten. Mit einem Teigportionierer, einer automatische Warmhaltefunktion einem Radiospot und einer Selbstreinigungsfunktion, sollte gepunktet werden.

[image=5e176bed785549ede64d8fe7]

Allen Ideen war anzumerken, dass sich die Schüler besonders Gedanken über die Reinigung, die Portionierung und das Erstellen von mehreren Waffeln gleichzeitig gemacht hatten.

Die "Firmenbosse" mussten dann ihr Produkt vor dem kritischen Publikum verteidigen und schlugen sich dabei sehr gut, am Ende folgte die Abstimmung, bei der sich Tujuh mit ihrem SwitchBaker durchsetzte.


zur Startseite