Wolfenbüttel

Schulgottesdienst am Theodor-Heuss-Gymnasium


An diesem Weihnachtsbaum wurde alles befestigt, was im Leben wirklich zählt. Foto: Privat
An diesem Weihnachtsbaum wurde alles befestigt, was im Leben wirklich zählt. Foto: Privat Foto: Privat

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23.12.2015




Wolfenbüttel. Am letzten Schultag vor den Weihnachtsferien gestalteten Schüler und Lehrer sowie eine der Schule verbundene Bläsergruppe des Theodor-Heuss-Gymnasiums (THG) wie in jedem Jahr einen Gottesdienst zur Einstimmung auf das Weihnachtsfest. In einem Bericht des THG wird darüber berichtet.

„Worauf kommt es an?“ lautete die zentrale Frage, die als roter Faden durch den Gottesdienst in der Petruskirche führte. So verbanden alle Gruppen, die am Gottesdienst mitwirkten, ihre Gedanken mit dem Goldenen Kalb aus der alttestamentliche Geschichte, das als große Figur die Sicht auf den Altar nahm. „Du willst mein Kleid ausleihen? Kauf dir doch mal eins in deiner Größe“, hieß es da im Anspiel einer Schülergruppe, die die selbstgemachten Götter ihrer beziehungsweise unserer Zeit vorstellten. Beliebtheit, Geld, Nagelstudio, Stärke, erstklassige Zeugnisse und das Smartphone waren Begriffe, die in diesem Zusammenhang fielen. Über den Tanz um das goldenen Kalb dachte dann auch der Schulchor in einem Lied nach. „Und so tanzen sie um das Gold'ne Kalb,und sie werden nicht gescheiter“, ließen sie vernehmen und meinten damit genauso sich selbst wie das ungeduldige Volk der Israeliten im Sinai, das nicht länger auf Mose warten wollte und sich eigene Götter schuf.

Weihnachtsbaum statt Goldenes Kalb


„Was sucht denn bitte das Goldene Kalb in einem Weihnachtsgottesdienst?“ war dennoch eine provokante Frage, gestellt von Timon Schnür, verbunden mit der Bitte an den Experten Pfarrer Eggers, doch bitte Licht in das intellektuelle Dunkel zu bringen. Die Gedanken aus dessen Predigt nahm dann auch gleich ein Schülergruppe auf, die das Kalb beiseite schob und stattdessen einen Weihnachtsbaum ins Zentrum rückte, an dem all das befestigt wurde, was im Leben wirklich zählt, wie zum Beispiel Zeit, Zuwendung, Gespräche, Liebe und auch Brot. Die Kollekte wurde für ein Projekt eingesammelt, das jugendliche Flüchtlinge in Wolfenbüttel unterstützt. Am Ende gab es als Anerkennung für den sehr gelungen Gottesdienst starken Applaus für alle, die ihn vorbereitet und gestaltet hatten.


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