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Destedt: Seit zehn Jahren begleiten Helfer Schüler über die Straße - Ampel oder Tempo-Limit gefordert



Seit zehn Jahren begleiten Helfer Schüler über die Straße - Ampel oder Tempo-Limit gefordert

An jedem Schultag sind die ehrenamtlichen Helfer an der Hemkenroder Straße in Destedt im Einsatz.

Nils Lippelt, Mirko Suhr und Tobias Breske (v. li.).
Nils Lippelt, Mirko Suhr und Tobias Breske (v. li.). Foto: privat

Destedt. Seit rund zehn Jahren begleiten Verkehrshelfer täglich Schülerinnen und Schüler über die Hemkenroder Straße. Auf eine Bedarfsampel oder ein Tempo-Limit wartet man bislang vergeblich. Das berichtet Tobias Breske in einer Pressemitteilung.



Jeden Morgen zur Schulzeit sind sie gut in Höhe der Bushaltestelle zu sehen. Gekleidet mit gelber Warnweste geleiten sie jeden Schultag die Grundschüler auf ihrem Weg zum Unterricht über die Hemkenroder Straße. Verkehrshelfer übernehmen diese Aufgabe schon seit fast zehn Jahren. Ehrenamtlich organisiert, machen rund zehn Bürgerinnen und Bürger aus der Ortschaft mit. "Nicht alles Eltern, wie man vielleicht meinen könnte, sondern auch Unterstützer, die die Arbeit an dieser Stelle für wichtig erachten sind dabei und haben uns in der Vergangenheit unterstützt", so Mirko Suhr, der selbst rund vier Jahre die Organisation der Verkehrshelfer leitete und acht Jahre selbst als Helfer im Einsatz war. Alle Helferinnen und Helfer erhalten einmal im Jahr eine Unterweisung, um sie auf die Gefahren die eine Helfertätigkeit mit sich bringt hinzuweisen. Die Schulung wird von einem ehemaligen Polizisten ebenfalls ehrenamtlich wahrgenommen.

Kampf um Entschärfung der Verkehrssituation


Im Gespräch mit dem Bürgermeisterkandidaten Tobias Breske und den Ortsratsmitgliedern Nils Lippelt und Uwe Feder fielen aber auch durchaus kritische Anmerkungen. "Seit vielen Jahren wird von uns eine Entschärfung der Verkehrssituation angestrebt. Ideal wäre eine sogenannte Bedarfsampel. Die würde den Schülerinnen und Schülern das gefahrlose Überqueren der Straße ermöglichen", betont Mirko Suhr. Als Sofortmaßnahme würde es aber auch schon helfen, wenn die Geschwindigkeit an der Straße gesenkt werden würde. Ein entsprechender Antrag auf 30 km/h laufe über den Ortsrat schon seit 2017, bis dato ohne ein zählbares Ergebnis.



Lippelt, Feder und Breske brachten in dem Gespräch gegenüber Suhr ihren Dank bei allen Helfern für das ehrenamtliche Engagement zum Ausdruck und versprachen, sich dem Thema in den nächsten Sitzungen noch einmal anzunehmen und den Sachstand zu erfragen.


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