Seltener Hirschkäfer - Er braucht uns jetzt: "Bitte melden!"

Der Hirschkäfer ist ein prächtiges Tier, doch er ist auf unsere Hilfe angewiesen.

Im Flug erkennt man den Hirschkäfer an seinem lauten Gebrumm.
Im Flug erkennt man den Hirschkäfer an seinem lauten Gebrumm. | Foto: Pixabay

Region. Über die Verbreitung und den Bestand des stark gefährdeten Hirschkäfers in Niedersachsen gibt es bislang nur unzureichende Informationen. Um dies zu ändern, bittet der Niedersächsische Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) die Bevölkerung um Mithilfe, dies geht aus einer Pressemitteilung hervor.



Aufmerksame Bürger können Sichtungen des bedrohten Käfers dem NLWKN melden. Dazu steht ein digitaler Hirschkäfer-Meldebogen auf der Website des NLWKN bereit, um Sichtungen schnell online mitzuteilen. Fundmeldungen können auch per Post dem NLWKN gemeldet werden.

„Gemeldete Sichtungen sind für unsere Arbeit sehr wichtig. Nur wenn wir die geographische Verbreitung des Käfers kennen, können wir Schutzmaßnahmen anpassen und dem drastischen Rückgang des Hirschkäfers entgegenwirken", sagt André Apel aus dem Bereich Artenschutz in der NLWKN-Betriebsstelle Hannover-Hildesheim.

Daran erkennt man ihn


Der Käfer hat einige markante Merkmale, anhand dessen er eindeutig zu identifizieren ist. Mit seinen bis zu acht Zentimetern Körperlänge, den hirschgeweihartig vergrößerten Oberkiefer der Männchen und dem auffälligen Flugverhalten gehört er zu den spektakulärsten und bekanntesten Insekten in Niedersachsen.

Obwohl er so auffällig ist, ist über seine Verbreitung und seinen Bestand zu wenig bekannt. Dies liegt auch daran, dass sein Bestand seit langer Zeit stark rückläufig ist und eine Sichtung des Tieres somit immer unwahrscheinlicher wird. „Am ehesten sind die Tiere noch in alten, totholzreichen Laubwäldern in besonnter und wärmebegünstigter Lage zu sehen. Aber auch in alten Parkanlagen, waldnahen Obstbeständen sowie einzelnen oder gruppierten Bäumen im Offenland kann der Hirschkäfer beobachtet werden", erklärt Apel. Die Tiere sind von Ende Mai bis Juli an windstillen, warmen Abenden in der Dämmerung besonders flugaktiv und durch das laute „Gebrumm" weithin hörbar.

Sichtungen melden


Der NLWKN bittet die Bürger, Beobachtungen des Tieres unter Verwendung des speziellen Hirschkäfer-Meldebogens zu melden. Dieser kann per Mail an: naturschutz-meldebogen@nlwkn.niedersachsen.de geschickt werden.

Auch postalisch ist der Meldebogen einreichbar:
NLWKN
- Betriebsstelle Hannover-Hildesheim -
Aufgabenbereich Artenschutz
Göttinger Chaussee 76 A
30453 Hannover


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