Wolfenbüttel

Seniorenunion diskutierte mit Apotheker Werner Schleypen



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23.08.2014


Wolfenbüttel. Informationen zum Wohlfühlen von Geist und Körper sind Schwerpunkte der CDU-Arbeit in der Seniorenunion. Bei den Monatstreffen gibt es Diskussionen über das Geschehen in unserem Land und auf der Welt. „Umgang mit Medikamenten im Alter" stand in diesen Tagen im Mittelpunkt. Kreisvorsitzende Monika Bötel begrüßte dazu Apotheker Werner Schleypen im „Hotel Kronprinz.“ Die Pressemitteilung dazu veröffentlichen wir hier ungekürzt und unkommentiert:
Der Referent berichtete aus  seinen Erfahrungen aus dem langen Berufsleben als Apotheker und seine Erlebnisse als Mensch in lockerer Atmosphäre. Die Zuhörer staunten schon sehr, als sie erfuhren, dass sie eigentlich gar nicht mehr leben würden, wenn man die Lebenserwartung bei normal 50 Jahren ansetzen würde. Das ist die vorgesehene Lebenszeit, die dem Menschen früher zur Verfügung stand. Erst durch die Hilfe von Ärzten und dem Einsatz von geeigneten Medikamenten ist es möglich, die Lebenszeit erheblich zu verlängern. Je älter man wird, desto mehr lassen die Organe in ihren Leistungen nach. Das beginnt mit den Augen, also dem Nachlassen der Sehkraft. Es folgen innere Organe wie Herz, Adern, Nieren, Magen, Lunge, Blase und weitere.

Weitere wichtige Körperteile wie Knochen, Gelenke und Muskeln lassen ebenfalls in ihrer Belastbarkeit nach. Das Alter ist zum Problem für die Menschen, für die Ärzte und Krankenkassen und die Politik geworden.

Leitlinien im Gesundheitssystem bestimmen heute das Handeln der Ärzte. Früher war der Hausarzt, also der praktische Arzt, der Hauptbehandler. Das hat sich seit einiger Zeit geändert. Seit 2001 werden die Patienten vom Hausarzt auf die verschiedensten Fachärzte verteilt, Alle diese Ärzte behandeln ihre Patienten und verschreiben ihnen die entsprechenden Medikamente, die diese dann bei ihrem Apotheker erhalten. Bei Bedarf werden sie dann auch noch vom Apotheker beraten, besonders wenn sie unsicher bei der Einnahme sind. Zum Beispiel ist es wichtig, dass Schmerzmittel auf nüchternen Magen, also vor dem Essen einzunehmen sind. Nur dann können sie schnell die Schmerzen lindern. Auch Schlaf- oder Beruhigungsmittel sind auf nüchternen Magen zu nehmen. Bei vollem Magen liegt man sonst nachts lange wach und wird erst vor dem Aufstehen richtig müde. Es gibt aber auch Medikamente, die nach dem Essen oder während des Essens eingenommen werden müssen. Zur Einnahme von Tabletten sollte stets nur stilles Mineralwasser oder Leitungswasser in genügender Menge genommen werden. Ganz wichtig ist aber immer eine ausgewogene und gesunde Ernährung! Dadurch ist es nicht notwendig, Nahrungsergänzungsmittel zu sich zu nehmen, deren Wirksamkeit umstritten ist. Vitamin D3 wird durch Sonnenlicht gebildet. Das reicht meistens eine halbe Stunde völlig aus. In der dunklen Jahreszeit sind eventuell entsprechende Tabletten nötig. Fragen sie darum ihren Arzt oder Apotheker. Es war ein informativer Nachmittag, der bei Gelegenheit fortgesetzt werden soll. Zuvor hatte Peter Konrad Wetzel die Rolle von Gerd Zeuschner übernommen und über Besonderheiten im Land und auf der Welt berichtet. Kritisch wurde das Bemühen der CO2 Senkung und die Überlegungen der Bundesregierung  gesehen, nun doch Waffen zu liefern, damit in Krisengebieten weiteres Massenmorden verhindert wird. Bötel dankte den Referenten und lud zum nächsten Treffen ein, am Montag, 15. September 2014 ,um 16.00 Uhr im „Hotel Kronprinz“. Manfred Flotho wird über den Sachsenspiegel, das mittelalterliche Gesetzbuch, referieren. Außerdem empfahl die Kreisvorsitzende den Termin 11. Oktober ab 15.oo Uhr freizuhalten, dann startet das „Erntefest 2014“ in im Foyer der Lindenhalle in Wolfenbüttel.


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