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Serie von 20 Auto-Aufbrüchen geklärt: Verdächtiger in Haft


Symbolfoto: Anke Donner
Symbolfoto: Anke Donner Foto: Anke Donner

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27.06.2018

Helmstedt. Ein 43 Jahre alter Tatverdächtiger aus dem Altmarkkreis Salzwedel in Sachsen-Anhalt steht in dringendem Tatverdacht, von November bis Juni entlang der Bundesstraße 244 zwischen Helmstedt und der Samtgemeinde Velpke 20 Autos aufgebrochen zu haben. Das teilt die Polizei Wolfsburg mit.


Die Masche des 43-Jährigen bestand darin, dass er bei den betroffenen Fahrzeugen jeweils eine Seitenscheibe zerstörte, um an die im Fahrzeuginnern zurückgelassenen Gegenstände wie Taschen, Einkaufskörbe oder Kleidungsstücke zu kommen. Dabei erbeutete der Täter Bargeld, diverse Ausweispapiere und EC-Karten. Die genaue Höhe des Schadens steht noch nicht fest.

Den Ermittlungen nach suchte der Beschuldigte nach Autos, die von den Besitzern auf Feldwegen oder Parkplätzen entlang der Bundesstraße abgestellt wurden, während die Fahrer zum Spazieren in angrenzenden Wäldern waren. So wurde beispielsweise am 13. April ein Audi A6 einer 37 Jahre alten Fahrerin aus Leer in Ostfriesland aufgebrochen, als sie auf einem Parkplatz am Waldrand bei Querenhorst stoppte, um dringend ihre Notdurft zu verrichten. Hier schnappte sich der Täter einen Rucksack vom Beifahrersitz, während die 37-Jährige an diesem Freitagmorgen nur wenige Minuten abwesend war. Am 2. Juni schlug der Beschuldigte letztmals auf einem Feldweg an der Bundesstraße 244 zwischen Grafhorst (Samtgemeinde Velpke) und Rühen zu. Hier wurde um 17:45 Uhr ein VW Caddy aufgebrochen und ein Einkaufskorb der 37-jährigen Fahrzeugbesitzerin entwendet, während sie mit ihrem Hund Gassi ging.

Wildkamera überführt Täter


Auf die Spur des Täters kamen die Ermittler des zuständigen Kriminalermittlungsdienstes der Helmstedter Polizei durch individuelle Tatortspuren und durch qualitativ gute Fotos einer durch einen Jagdpächter aufgehängten Wildkamera, die den Verdächtigen zeigen. Zusätzlich stellte sich heraus, dass die Polizei in Sachsen Anhalt den 43-Jährigen wegen bestehender Haftbefehle wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis und Urkundenfälschung Mitte Juni festgenommen hatte.

Inzwischen sitzt der Verhaftete in der Justizvollzugsanstalt Halle ein. Unterdessen wurde auf Antrag der Staatsanwaltschaft Braunschweig die Wohnung des Tatverdächtigen durchsucht und dabei mehrere Beweismittel aus dem Diebesgut sichergestellt. Der 43-Jährige, der ohne eine Fahrerlaubnis zu besitzen die Tatorte aufsuchte, kommt auch für weitere gleichgelagerte Fälle in Sachsen Anhalt in Frage. Die Ermittlungen in beiden Bundesländern dauern an.


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