whatshotTopStory

Sex auf Rezept: Die Grünen Salzgitter äußern sich

von Alexander Panknin


Harald Wintjen der Grünen Salzgitter äußert sich zur Aussage von Scharfenberg. Foto: Grüne Salzgitter
Harald Wintjen der Grünen Salzgitter äußert sich zur Aussage von Scharfenberg. Foto: Grüne Salzgitter

Artikel teilen per:

18.01.2017

Salzgitter. Die pflegepolitische Sprecherin der Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen, Elisabeth Scharfenberg, schlug vor, Pflegebedürftigen und Schwerkranken Sexualassistentinnen zu bezahlen. Der Stadtverband der Grünen äußert sich dazu verhalten.



AlsVorstandssprecher der Grünen des Kreisverbandes Salzgitter nahm Harald Wintjen nun Stellung zu den viel diskutierten Worten derpflegepolitische Sprecherin Scharfenberg.

Hintergrund:Vorbild für den Vorschlag von Elisabeth Scharfenberg sind die Niederlande: Dort gibt es bereits seit einigen Jahren die Möglichkeit, sich als Pflegebedürftiger die Dienste sogenannter Sexualassistentinnen – zertifizierter Prostituierter – bezahlen zu lassen. Per Attest müssen die Betroffenen dort nachweisen, dass sie sich nicht anders befriedigen können und selbst nicht für die Dienste bezahlen können.

Die Grünen in Salzgitter enthielten sich vorerst einer eigenen Meinung und wollten diesbezüglich auf eine entsprechende Konzeptvorstellung ihrer Partei warten:


Facebook-Statement von Elisabeth Scharfenberg. Screenshot: Die Grünen Foto:


"uns liegt als Kreisverband ein von Ihnen angesprochenes Konzept nicht vor, insofern können wir es auch nicht kommentieren und nur auf Basis von Medienberichten möchte ich keine Stellungnahme abgeben."

Harald Wintjen beließ es im Weiteren erst mit dem Hinweis auf das Statement, welches Scharfenberg selbst in den sozialen Medien veröffentlichte (siehe Foto). Später folgte dann aber doch noch ein eigenes Statement:

"Eine diesbezügliche Forderung der Grünen gibt es nicht! Ebenso wenig gibt es ein Konzept oder eine Beschlusslage zu diesem Thema!"

"Für uns GRÜNE ist eine Pflege, bei der der Mensch im Mittelpunkt steht, seit langer Zeit ein wichtiges Anliegen. In einer alternden Gesellschaft sind unsere Schwerpunkte im Pflegebereich unter anderem Strategien gegen Personalmangel, nachhaltige Finanzierung der Pflegeversicherung und eine gute Qualität der Pflegeleistung. Wir wollen mit unserer Politik ein gutes Leben im Alter fördern. Dazu gehören auch Fragen psychischer Grundbedürfnisse der Menschen, die in den Pflegheimen Thema sind. Das sind notwendige Fachdebatten und da gehören sie auch hin.“




zur Startseite