Sicher unterwegs mit dem E-Scooter: Polizei appelliert an Verantwortung und Umsicht

E-Scooter sind ein vollwertiges Kraftfahrzeug im Straßenverkehr. Die Polizei appelliert daher an E-Scooter-Fahrer, verantwortungsbewusst mit dem E-Scooter unterwegs zu sein und die geltenden Verkehrsregeln einzuhalten.

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Symbolfoto | Foto: via dts Nachrichtenagentur

Region. E-Scooter gelten als praktische, flexible und schnell verfügbare Fortbewegungsmittel und sind aus dem Stadtbild längst nicht mehr wegzudenken. Doch mit der steigenden Nutzung wächst auch die Zahl der Verstöße und Unfälle. Vor diesem Hintergrund richtet die Polizeiinspektion Salzgitter/Peine/Wolfenbüttel einen eindringlichen Appell an alle Nutzer.



In einer Mitteilung betont die Polizei ausdrücklich, dass E-Scooter als vollwertige Kraftfahrzeuge gelten. Sie dürfen daher keinesfalls mit Spielgeräten verwechselt werden. Wer einen E-Scooter führt, trägt die gleiche Verantwortung wie Autofahrer oder Motorradfahrer – sowohl für die eigene Sicherheit als auch für die anderer Verkehrsteilnehmender.

Eigenverantwortung im Fokus


Ein zentrales Thema sei die Fahrtüchtigkeit, so die Polizei. Das Fahren unter Alkohol- oder Drogeneinfluss stelle eine erhebliche Gefahr dar. Bereits geringe Mengen können die Reaktionsfähigkeit einschränken und das Unfallrisiko deutlich erhöhen.

Für E-Scooter gelten dieselben Promillegrenzen wie im Auto.
• 0,5 bis 1,09 Promille: Ordnungswidrigkeit, sofern keine Ausfallerscheinungen vorliegen – es drohen Bußgeld, Punkte und Fahrverbot.
• Ab 1,1 Promille: Straftat mit möglichen strafrechtlichen Konsequenzen und Führerscheinentzug.
• Unter 21 Jahren und in der Probezeit: Es gilt die strikte 0,0-Promille-Grenze.

Versicherung ist Pflicht


Ein weiterer Schwerpunkt liege auf dem Versicherungsschutz. Immer wieder werden E-Scooter ohne gültige Haftpflichtversicherung im Straßenverkehr genutzt. Seit dem 1. März 2026 gilt ein neues Versicherungskennzeichen – für das aktuelle Versicherungsjahr ist es schwarz. Wer ohne Versicherung fährt, begeht eine Straftat, mahnt die Polizei. Im Falle eines Unfalls könne dies gravierende finanzielle Folgen haben, da Geschädigte ihre Ansprüche direkt gegenüber der verantwortlichen Person geltend machen können.

Häufige Regelverstöße


Bei Kontrollen stelle die Polizei immer wieder Verstöße fest. Dazu zählen insbesondere das Fahren auf Gehwegen statt auf Radwegen oder der Fahrbahn, die Nutzung der falschen Straßenseite, die Beförderung von mehreren Personen, das Fahren ohne Versicherungsschutz und die Unfallflucht nach Zusammenstößen Diese Verhaltensweisen gefährden laut Polizei nicht nur die Fahrer selbst, sondern auch andere.

Klare Regeln für die Nutzung


Für E-Scooter gelten eindeutige Vorschriften im Straßenverkehr. Wo Radwege vorhanden sind, müssen diese genutzt werden, fehlt ein Radweg, ist die Fahrbahn zu benutzen. Gehwege dürfen nur befahren werden, wenn sie ausdrücklich für E-Scooter freigegeben sind. Das Mindestalter für die Nutzung eines E-Scooters beträgt 14 Jahre, ein Führerschein ist dafür nicht erforderlich.

Mehr Sicherheit durch Vorsicht


Auch wenn keine Helmpflicht besteht, empfiehlt die Polizei dringend das Tragen eines Helms, da dieser bei Stürzen schwere Kopfverletzungen verhindern oder deutlich abmildern kann. Zudem rät die Polizei, stets defensiv und aufmerksam zu fahren, ausreichend Abstand zu anderen Verkehrsteilnehmenden zu halten, Beleuchtung und Reflektoren zu nutzen, das Fahrzeug vor Fahrtantritt zu überprüfen und auf die Nutzung des Smartphones während der Fahrt zu verzichten.

E-Scooter müssen außerdem bestimmte technische Voraussetzungen erfüllen. Sie dürfen höchstens 20 km/h schnell fahren, müssen über funktionierende Bremsen und Beleuchtung sowie eine Klingel verfügen und dürfen eine maximale Motorleistung von 500 Watt nicht überschreiten. Beim Abbiegen ist rechtzeitig ein deutliches Handzeichen zu geben, und es darf nur hintereinander gefahren werden. Grundsätzlich seien jederzeit die Regeln der Straßenverkehrsordnung einzuhalten, klärt die Polizei auf.

Um die Verkehrssicherheit weiter zu erhöhen, wird die Polizei auch künftig gezielte Kontrollen durchführen, Verstöße frühzeitig erkennen und damit Unfälle verhindern.

Appell an alle Nutzer


Abschließend richtet die Polizei einen klaren Appell an alle E-Scooter-Fahrer. Verantwortungsbewusstes Verhalten, die Einhaltung der Regeln und ein gültiger Versicherungsschutz sind entscheidend. Rücksicht, Vernunft und Einsicht tragen maßgeblich dazu bei, Unfälle zu vermeiden und Menschenleben zu schützen.

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