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Sinkende Corona-Inzidenzwerte in Helmstedt: Ziel noch nicht erreicht



Helmstedt

Sinkende Corona-Inzidenzwerte in Helmstedt: Ziel noch nicht erreicht

In Anbetracht der sinkenden Infektionszahlen im Landkreis und in Bund und Land müsse auch über Lockerungen nachgedacht werden, wo sie sinnvoll und vertretbar sind.

(Symbolbild)
(Symbolbild) Foto: Marvin König

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Helmstedt. Nach einem Höchststand beim Corona-Inzidenzwert von 187,3 am zweiten Januar-Wochenende sinken die Infektionszahlen im Landkreis Helmstedt nun wieder. Ursächlich für die hohen Werte waren im Wesentlichen drei heftige Ausbrüche in Alten- und Pflegeheimen. Ziel müsse es jedoch sein, die Werte wieder dauerhaft unter 50 zu halten. Dies teilt der Landkreis Helmstedt mit.



Landrat Gerhard Radeck zeigt sich von dieser erfreulichen Entwicklung erleichtert: „Endlich sinken die Inzidenzwerte wieder deutlich unter die 100-Marke“. Radeck erinnert daran, dass der Landkreis Helmstedt bis Mitte Dezember letzten Jahres zu den Vorzeige- Landkreisen hinsichtlich der Infektionszahlen und der Zahl der in diesem Zusammenhang Verstorbenen zählte. Dies sei nicht zuletzt auch der hervorragenden Arbeit des Krisenstabes, des Gesundheitsamtes, der Bundeswehr, der Polizei und aller Hilfsorganisationen zu verdanken. Wie schnell die Lage kippen könne, hätten dann aber drei heftige Corona-Ausbrüche in Alten- und Pflegeheimen Ende Dezember und im Januar gezeigt. Die Hygienefachkräfte des Gesundheitsamtes hätten in diesen schweren Wochen eng mit den Heimen zusammengearbeitet und Ursachenforschung betrieben. Dabei sei festgestellt worden, dass die betroffenen Heime über hervorragende Hygienekonzepte verfügten. „Es hat sich leider gezeigt, dass die besten Hygienekonzepte und Maßnahmenkataloge nichts nützen, wenn Regelungen nicht konsequent eingehalten werden. Oft liegt es am Faktor Mensch und kleinste, auch unbewusste Nachlässigkeiten können verheerende Auswirkungen haben“, so Radeck.

Über Lockerungen müsse nachgedacht werden


Radeck drücke den Angehörigen der Verstorbenen sein tief empfundenes Beileid und Mitgefühl aus. In Anbetracht der sinkenden Infektionszahlen im Landkreis und in Bund und Land müsse auch über Lockerungen nachgedacht werden, wo sie sinnvoll und vertretbar sind. Der Landkreis habe in seiner Allgemeinverfügung eine Maskenpflicht in Kindertagesstätten und in Grundschulen vorgegeben. Zwar wären diese nicht mit den Hotspots in den Alten- und Pflegeheimen vergleichbar, doch wären auch dort wiederholt Infektionen zu verzeichnen gewesen. Durch schnelle Quarantäne-Maßnahmen hätten schlimmere Ausbrüche verhindert werden können. „Natürlich sind die Masken gerade für unsere Kleinsten lästig und störend“, erklärt Radeck. „Wir werden die Entwicklung in den nächsten Tagen diesbezüglich genau beobachten, auch in Bezug auf Mutationen.“ Die Allgemeinverfügung des Landkreis Helmstedt sei bis zum 14. Februar befristet – im Gleichlauf mit der Corona-Verordnung des Landes.


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