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„Sinti-Platz" bekommt vorerst keine neuen Wasserleitungen



Braunschweig

„Sinti-Platz" bekommt vorerst keine neuen Wasserleitungen

von Nick Wenkel


Zunächst sollen die Installations-Kosten berechnet werden. Symbolfoto: Nick Wenkel
Zunächst sollen die Installations-Kosten berechnet werden. Symbolfoto: Nick Wenkel Foto: Nick Wenkel

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Braunschweig. Auf Anfrage der BIBS-Fraktion wurde in der Sitzung des Sozialausschusses am 31. Mai darüber diskutiert, ob die sanitäre Einrichtung am Sinti-Platz Madamenweg um mindestens eine Frischwasserzuleitung erweitert werden kann. Dies lehnten die Fraktionen jedoch ab und wollen zunächst auf die Kostenberechnung einer möglichen Installation warten.



Der Bezirksrat Weststadt habe im November 2016 bereits auf Antrag der BIBS-Fraktion mehrheitlich gefordert, dass die sanitären Einrichtungen um eine Wasserleitung ergänzt werden. „Bereits 1962 war in der Zeitung zu lesen, dass das dringlichste Problem die Vervollständigung der sanitären Anlagen sei. Nach über fünfzig Jahren ist es nun an der Zeit, dass sich hier wirklich etwas verbessert“, erklärt Tanja Bonnet, die BIBS-Fraktionsvorsitzende im Bezirksrat Weststadt. „Durch einen gemeinsamen Antrag von SPD, der Gruppe Linke/Grüne und der BIBS zur Sitzung des Bezirksrates am 31. Mai 2017 wollen wir durch eine Änderung der Wohnwagenplatzsatzung für den Madamenweg 94 endlich den Forderungen der Anwohner entsprechen. Künftig soll damit auch rechtlich verankert werden, was seit Jahrzehnten dort bereits provisorisch praktiziert wird: Dass dauerhaft feste Wohngebäude errichtet werden dürfen.“ Die Mitglieder des Sozialausschusses lehnten dies in ihrer Sitzung zunächst jedoch ab. Dem Änderungsantrag der SPD, zunächst die Kosten für eine mögliche Installation zu ermitteln, wurde zugestimmt.

Hintergrund


Die Kultur der Sinti sei über Jahrhunderte eine nichtsesshafte (nomadische) gewesen. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde ihnen ein Wagenplatz am Madamenweg 94 zur Verfügung gestellt. Damals neben der Schuttdeponie gelegen, ist dieser Platz bis heute das kulturelle Zentrum einiger sesshaft gewordener Familien.


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