Berlin. Der Sozialethiker Elmar Nass hält eine Verlangsamung der Entwicklung Künstlicher Intelligenz (KI) für wenig sinnvoll. Der "Rheinischen Post" sagte Nass: "Der Vorschlag einer Verlangsamung der KI-Entwicklung ist in der Praxis nicht zielführend. Und er ist ja auch gar nicht neu." Nass sagte, der Markt solle offenbar mit seiner Logik verlassen werden, und die Avantgarde der Technik-Mogule schwinge sich auf zur Moralinstanz. Zudem würde damit auch menschendienliche Innovation blockiert, kritisierte er.
Es stelle sich die Frage, wer die Geschwindigkeit vorgeben und wie der Prozess gemessen und kontrolliert werden soll, sagte Nass. Natürlich werde es dann Akteure und Länder geben, die sich einfach nicht daran halten, wie etwa China, und sich dadurch Wettbewerbsvorteile erhoffen. Das sei nur ein populäres Herumdoktern an Symptomen, ohne das eigentliche Problem an der Wurzel zu packen, sagte er.
Statt einer Verlangsamung forderte Nass ethische Leitplanken für die KI-Forschung und internationale Regeln. Entscheidend sei, dass eine solche Forschung ethisch flankiert werden müsse. Damit sollte sofort begonnen werden. Und es sollte darüber hinaus internationale Regeln und auch Verbote geben wie bei entsprechenden Waffen. Das seien Maßnahmen, die sofort greifen können, sagte Nass.
Sozialethiker Nass kritisiert Vorschlag zur KI-Verlangsamung
Der Sozialethiker Elmar Nass hält eine Verlangsamung der Entwicklung Künstlicher Intelligenz (KI) für wenig sinnvoll.
Anti-G7-Protest (Archiv) | Foto: via dts Nachrichtenagentur
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