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Sozialverband traurig: Schulranzen-Aktion kaum nachgefragt

von Robert Braumann


153 Schulranzen sollten an bedürftige Kinder gehen. Doch kaum jemand kam. Foto: Max Förster
153 Schulranzen sollten an bedürftige Kinder gehen. Doch kaum jemand kam. Foto: Max Förster Foto: Max Förster

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26.07.2016




Braunschweig. 153 gespendete Schulranzen wollte der Sozialverband Braunschweig am Samstag im Rahmen einer kleinen Dankesfeier an bedürftige Kinder übergeben. Doch die Aktion fand kaum Anklang.


Ende Juni hat der SoVD-Braunschweig die Braunschweiger Medien und Bürger um Unterstützung für Spenden von Schulranzen für bedürftige Kinder gebeten. Die Resonanz war phänomenal, erklärte Thorsten Böttcher, Verantwortlicher für die Öffentlichkeitsarbeit beim Sozialverband (SoVD). Insgesamt 153 zum Teil neuwertige Schulranzen haben Braunschweiger Bürger und Institutionen beim SoVD gespendet. „Ein Kind braucht zur Einschulung eine Schultüte und einen Schulranzen“, betont Edda Schliephake, 1. Vorsitzende des SoVD Braunschweig, die die Idee zu dieser Aktion hatte. „Ein Schulranzen kostet heutzutage zwischen 150 und 200 Euro“, betonte sie und da sich nicht jede Familie eine solche Investition leisten könne, wolle man helfen

Kaum einer kam


Doch leider stellte sich nicht der gewünschte Effekt ein. "Die Feier ist sehr dürftig verlaufen, obwohl es sehr breit gestreut wurde", so Böttcher. Es seien kaum Personen gekommen. Eigentlich wäre die Aktion sehr gut beworben gewesen, dies hätte auch die hohe Anzahl an Ranzen gezeigt, die man bekommen habe. Warum keiner zur Feier kam, kann sich Böttcher nur mit einem Schamgefühl bei möglichen Empfängern erklären. "Es fällt einigen sicherlich schwer sich als bedürftig zu zeigen, dennoch finden wir es sehr schade, denn so ein Ranzen kostet eine menge Geld und wir hätten gerne geholfen." So blieb das Kuchenbuffet und das gekaufte Eis für die Feier weitgehend unberührt. "Wir sind schon traurig wie das gelaufen ist." Die vielen Ranzen die jetzt noch übrig sind, wolle man dennoch abgeben. "In unserer Geschäftsstelle am Bäckerklint können sich Bedürftige weiterhin eines der Stücke sicher", so Böttcher. Führe dies nicht zu Erfolg, dann wolle man sich an Schulen wenden, um die Ranzen an das Kind zu bringen.


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