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Sparkasse spendet 1.500 Euro für Flüchtlingsprojekt



Wolfsburg

Sparkasse spendet 1.500 Euro für Flüchtlingsprojekt


Die Flüchtlinge können sich Schuhe für den Sport leihen. Foto: Sparkasse
Die Flüchtlinge können sich Schuhe für den Sport leihen. Foto: Sparkasse

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Wolfsburg. Mit 1.500 Euro unterstützt die Sparkasse Gifhorn-Wolfsburg die BBS 2 in Wolfsburg bei einem Flüchtlingsprojekt. Hierbei werden den Flüchtlingen Schuhe zum Sport bereitgestellt.



Stickige Luft, hochrote Köpfe und immer wieder knappe Anweisungen – in der Sporthalle der Berufsbildenden Schule (BBS 2) rennen zehn Jugendliche aus sechs Nationen über das Feld. Erhitzte Körper und erhitzte Gemüter, denn beim Fußballspiel steht es gerade unentschieden, als sich Alexa von der Brelje, Sprecherin der Sparkasse Gifhorn-Wolfsburg, einen Eindruck von der Sporteinheit verschafft. Deutsch ist für keinen der jungen Männer die Muttersprache, doch im Spiel ist die Verständigung kein Problem, „schieß“ und „weiter, weiter“ kennen alle.

Die Sparkasse hat der Schule Mittel für Fußballschuhe bereitgestellt. Denn die Schüler, die sich gerade eine sportliche Auszeit vom stundenlangen Lernen gönnen, sind alle Flüchtlinge. Sie sind froh, dass sie mit knallbunten Turnschuhen, wie sie die Profis tragen, trainieren können. Jeder, der keine eigenen Schuhe besitzt, darf sich ein passendes Paar ausleihen.


„Mit ganz einfachen Mitteln können wir hier einen Beitrag zu einem besseren Miteinander zwischen den Schülern mit so unterschiedlichen Biografien und kulturellen Lebenswelten leisten“, sagt Alexa von der Brelje, Sprecherin der Sparkasse Gifhorn-Wolfsburg. „Das Engagement der Lehrer ist beeindruckend und der Spaß der Schüler unübersehbar.“

Ute Boog, Sozialarbeiterin an der BBS 2 Außenstelle in der Dieselstraße, fügt hinzu: „Der Sport macht die Köpfe der Schüler frei. Das ist wichtig, wenn sie viele Stunden täglich deutsch lernen und sich mit unserer Kultur und berufsspezifischen Themen auseinandersetzen.“

Ob aus Iran, Irak, Afghanistan oder Syrien, alle Schüler wollen in der neuen Heimat eine Ausbildung beginnen. Mit dem vom Niedersächsischen Kultusministerium geförderten Sprint- Modellprojekt (Sprach- und Integrationsprojekt) hat die BBS 2 bislang gute Erfahrungen gemacht. Die erste Klasse mit zehn Schülern hat Ende letzten Jahres dieses Projekt erfolgreich abgeschlossen. Zwölf Schüler besuchen bereits das weiterführende Angebot Sprint dual. Während drei Tagen pro Woche im Ausbildungsbetrieb und an zwei Schultagen verbessern sie gleichzeitig ihre Deutschkenntnisse und werden in den Berufsalltag eingeführt.


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