Berlin. Die SPD-Frauen zeigen sich irritiert über die aktuelle Personaldiskussion in der Partei und stellen sich hinter die angeschlagene Vorsitzende Saskia Esken.
"Die Doppelspitze, der Kanzler und der Parteivorstand hatten den Auftrag, den Wahlkampf zu planen und zu leiten. Als Team", sagte die Co-Vorsitzende der SPD-Frauen, Maria Noichl, dem "Stern". "Deshalb kann ein Misserfolg niemals an einer Frau festgemacht werden." Dies sei für manche "verlockend, aber weder fair noch richtig".
"Der Grundsatz: Wir gewinnen zusammen, wir verlieren zusammen, gilt", so Noichl weiter. "Saskia Esken war im Wahlkampf immer eine laute Stimme für Gleichstellung. Sie ist eine ehrliche, mutige Frau, die dorthin zeigt, wo Veränderungen in Deutschland nötig sind", sagte Noichl. Die EU-Parlamentarierin aus Rosenheim fügte hinzu: "In Bayern haben wir dafür einen Spruch: viel Feind - viel Ehr`."
Die SPD-Frauen - ehemals die Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratischer Frauen (ASF) - sind eine von mehreren Arbeitsgemeinschaften in der SPD und haben nach eigenen Angaben die Gleichstellung von Frauen und Männern in Partei und Gesellschaft zum Ziel. Der Organisation gehören automatisch alle weiblichen Mitglieder der SPD an, nach eigenen Angaben seien das rund 150.000 Frauen, damit rund 31 Prozent aller SPD-Mitglieder. Eine formale Mitgliedschaft, etwa durch einen Aufnahmeantrag, gebe es nicht.
SPD-Frauen stellen sich hinter Esken
Die SPD-Frauen zeigen sich irritiert über die aktuelle Personaldiskussion in der Partei und stellen sich hinter die angeschlagene Vorsitzende Saskia Esken. "Die Doppelspitze, der Kanzler und der Parteivorstand hatten den Auftrag, den Wahlkampf zu planen und zu leiten.
Saskia Esken am 24.02.2025 | Foto: via dts Nachrichtenagentur