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SPD lehnt Abschaffung der Ortsbüchereien ab

Die SPD-Politiker Bratmann und Seiffert: „Rotstift an gewachsene Ehrenamtsstrukturen anzusetzen, ist das völlig falsche Signal“

Christoph Bratmann, Vorsitzender der SPD-Fraktion in Braunschweig.
Christoph Bratmann, Vorsitzender der SPD-Fraktion in Braunschweig. Foto: Sina Rühland

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26.06.2020

Braunschweig. Die SPD-Ratsfraktion Braunschweig wird dem Vorschlag der Kommunalen Gemeinschaftsstelle für Verwaltungsmanagement (KGSt) zur möglichen Schließung der Ortsbüchereien nicht zustimmen. Das sei das eindeutige und abschließende Ergebnis fraktionsinterner Beratungen, wie die Ratsfraktion der SPD in einer Pressemitteilung erklärt.


„Die meisten Ortsbüchereien werden nach wie vor intensiv genutzt. Sie bieten schließlich nicht nur den Anwohnern die Möglichkeit, Bücher vor Ort zu entleihen. Sie sind auch Orte der Begegnung in den Stadtteilen, hier finden Leseabende oder Kooperationsveranstaltungen mit Schulen statt. An dieser Stelle den Rotstift anzusetzen, wäre ein völlig falsches Signal“, erklärt Christoph Bratmann, Vorsitzender der SPD-Ratsfraktion Braunschweig.

Cornelia Seiffert, kulturpolitische Sprecherin der Fraktion ergänzt: „In den Ortsbüchereien sind über die Jahre außerdem starke Ehrenamtsnetzwerke entstanden. Diese Strukturen sind in den jetzigen Krisenzeiten umso wichtiger und müssen unbedingt erhalten werden.“ Nicht ausgeschlossen sei, dass man jene Büchereien, die zuletzt kaum noch genutzt wurden oder kein Personal mehr finden, mit anderen Büchereien zusammenlegen könnte: „Das trifft aber nur Einzelfälle und hierfür braucht es zunächst selbstverständlich Gespräche mit der Verwaltung und den Akteuren vor Ort, ob und wie hier mögliche Zusammenlegungen Sinn machen könnten. Schließungen rein auf Basis eines möglichen Einsparpotenzials wird es hier nicht geben“, unterstreichen Bratmann und Seiffert. Diese gehen aufgrund der politischen Gesamtstimmung daher davon aus, dass einem grundsätzlichen Erhalt der Ortsbüchereien nichts mehr im Wege steht.


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