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SPD schlägt Pflege-Alarm im Landkreis Wolfenbüttel



SPD schlägt Pflege-Alarm im Landkreis Wolfenbüttel

Im Landkreis Wolfenbüttel herrscht eine prekäre Personalsituation. Das bestätigt auch der Pflegedienst Socius Curandi.

von Werner Heise


Symbolbild.
Symbolbild. Foto: Pixabay

Landkreis Wolfenbüttel. Die Personalsituation in der Pflege im Landkreis Wolfenbüttel ist laut SPD-Kreistagsfraktion dramatisch. Pflegedienste und Pflegeheime würden am Limit arbeiten und könnten oftmals keine neuen Patienten aufnehmen. Die Sozialdemokraten schlagen nun einen Lösungsansatz für den Landkreis Wolfenbüttel vor, um die Personalsituation vor Ort zu verbessern.



Noch vor dem Jahreswechsel soll nach Vorstellung der SPD ein mehrwöchiger, kostenloser Pflege- und Hauswirtschaftseinführungsgrundkurs konzipiert werden. Personen, die diesen Grundkurs erfolgreich durchlaufen, könnten bis zur Verbesserung der Fachkraftsituation, mit zehn Prozent auf die Fachkraftquote angerechnet werden. So könnte man vermeiden, dass vorhandene Pflegeplätze in den Einrichtungen leer bleiben, weil die vorgeschriebene Fachkraftquote nicht erfüllt ist. Dies müsste aber zunächst mit dem Land Niedersachsen geklärt werden.

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Außerdem soll der Landkreis die Unterstützung bei der Anwerbung ausländischer Pflegekräfte verstärken. Freie Pflegefachkräfte gibt es auf dem Arbeitsmarkt nicht und vor Mitte 2024 werde es keine nachhaltige Verbesserung geben, so die SPD. "Das ist eine Katastrophe", erklärt Martina Kühnel, Geschäftsführerin des ambulanten Pflegedienstes Socius Curandi, gegenüber regionalHeute.de. Sie bestätigt die prekäre Situation im Landkreis Wolfenbüttel. Auch sie müsste täglich Anfragen über Neuaufnahmen ablehnen. Schuld daran tragen ihrer Ansicht nach Politik und Kostenträger.

Ob das Vorhaben der SPD umsetzbar ist, dass muss jetzt der Landkreis Wolfenbüttel prüfen. Landrätin Christiana Steinbrügge hat eine zügige Klärung zugesichert.


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