Wolfenbüttel

SPD-Unterbezirk will Gabriel als Außenminister


Der SPD-Unterbezirk hat einen Beschluss gefasst, der sich für Gabriel als Außenminister stark macht.  Foto: SPD; Alexander Panknin
Der SPD-Unterbezirk hat einen Beschluss gefasst, der sich für Gabriel als Außenminister stark macht. Foto: SPD; Alexander Panknin Foto: SPD; Alexander Panknin

Artikel teilen per:

09.02.2018

Wolfenbüttel. Der SPD-Unterbezirk Wolfenbüttel reagiert mit Unverständnis und Sorge auf die Nicht-Beachtung Sigmar Gabriels. In einer Presseerklärung teilt der Unterbezirk mit, dass nun ein Beschluss gefasst wurde, der aussagt, dass Sigmar Gabriel anstelle von Martin Schulz für das Amt des Außenministers vorgesehen werden soll.



Nachdem bekannt wurde, dass der hiesige Bundestagsabgeordnete und amtierende Außenminister Sigmar Gabriel im künftigen Bundeskabinett kein Ministeramt übernehmen soll, regt sich unter den SPD-Mitgliedern der Region Widerstand gegen diese Entscheidung. Der Unterbezirksvorstand hat deshalb am gestrigen Donnerstag einen Beschluss gefasst, der aussagt, Sigmar Gabriel anstelle von Martin Schulz für das Amt des Außenministers vorzusehen. Bezüglich des möglichen Eintritts der SPD in eine erneute große Koalition werden alle SPD-Mitglieder befragt.

„Martin Schulz hat in den vergangenen Monaten mehrfach betont, dass er in kein „Kabinett Merkel" eintreten werde. Sofern er nun das Amt des Außenministers übernehmen sollte, wäre das sehr unglaubwürdig. Einen solchen Schritt können wir nicht mittragen", so der Vorsitzende des Wolfenbütteler SPD-Unterbezirkes Marcus Bosse. Deutlich wurde auch die stellvertretende Unterbezirksvorsitzende Susanne Fahlbusch: „Den amtierenden Vizekanzler und anerkannt agierenden Außenminister Sigmar Gabriel aus der Regierung auszuschließen, halte ich für einen Fehler. Wo bleibt Niedersachsen im künftigen Kabinett?"
Bosse prognostiziert spannende Wochen für die Sozialdemokraten: „Angesichts dieser mehr als fragwürdigen Personalentscheidung und der allgemeinen Stimmung in der SPD bin ich derzeit nicht überzeugt, dass die Mitgliederbefragung ein Votum für den Eintritt in eine Koalition ausspricht.“


zur Startseite